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10,4 Millionen Menschen sind zur Wahl aufgerufen

Am Sonntag ist Europawahl - auch in Bayern. Erstmals dürfen auch 16- und 17-Jährige wählen. Bis 18.00 Uhr sind die Wahllokale geöffnet.
Stimmzettel
Stimmzettelumschläge für eine Briefwahl werden aus einer Wahlurne geschüttet. © Robert Michael/dpa/Symbolbild

Die Europawahl startet, auch in Bayern: Dazu sind im Freistaat bis zu 10,4 Millionen Menschen aufgerufen. Darunter sind rund 220.000 16- und 17-Jährige, die nach der Absenkung des Wahlalters erstmals wählen dürfen. Die Wahllokale haben bis 18.00 Uhr geöffnet. Zur Wahl stehen 34 Wahlvorschläge von Parteien und sonstigen politischen Vereinigungen mit deutschlandweit insgesamt 1413 Bewerberinnen und Bewerbern.

Eine Besonderheit gibt es heute: Neben 9,57 Millionen Deutschen sind auch etwa 822.000 Personen mit einer anderen EU-Staatsangehörigkeit zur Wahl in Bayern berechtigt. Sie können entscheiden, ob sie in Bayern oder in ihrem Herkunftsmitgliedstaat wählen.

Mit Spannung wird in Bayern etwa erwartet, wie die CSU abschneidet. Bei der Europawahl vor fünf Jahren waren die Christsozialen auf 40,7 Prozent gekommen. Damals war CSU-Vize Manfred Weber als europaweiter EVP-Spitzenkandidat angetreten - Kommissionspräsidentin wurde am Ende aber Ursula von der Leyen. Mit 60,8 Prozent wurde damals die zweithöchste Wahlbeteiligung in Bayern an Europawahlen seit 1979 registriert. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr war die CSU lediglich noch bei 37,0 Prozent gelandet.

In den vergangenen fünf Jahren waren insgesamt 15 Abgeordnete aus Bayern im Europaparlament vertreten: sechs von der CSU, drei von der AfD, je zwei von SPD und Grünen, eine Freie-Wähler-Politikerin und ein Abgeordneter von der ÖDP.

In zwei Umfragen Anfang Mai hatte die CSU im Freistaat zwischen 41 und 43 Prozent erreicht. Grüne und AfD landeten dabei jeweils zwischen 12 und 14 Prozent, die SPD bei 9 Prozent. Die Freien Wähler holten in den bayerischen Europawahl-Umfragen 9 Prozent.

In einigen Regionen hat das Hochwasser der vergangenen Tage Folgen auch für den Wahlsonntag. In einer Reihe von Gemeinden mussten Wahllokale verlegt werden. Und in Einzelfällen, wenn ein Rathaus noch nicht wieder nutzbar ist, wurden provisorische Gemeindeverwaltungen eingerichtet. In einigen Fällen wurden laut Landeswahlleiter zudem bereits abgegebene Briefwahl-Stimmzettel beschädigt und vernichtet und können nicht mehr ausgezählt werden - etwa wenn Postkästen überflutet wurden oder das Wasser in Gemeindeverwaltungen eingedrungen sei. In diesen Fällen hätten die Gemeinden neue Wahlscheine ausgestellt und sie per Boten an die Wahlberechtigten ausgeliefert. Die bisherigen Wahlscheine würden für ungültig erklärt, um eine Doppelwahl auszuschließen.

© dpa
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