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Nach Pokal-Frust: Mönchengladbach mit Remis in Heidenheim

Borussia Mönchengladbach kann nach dem Pokal-Aus in Saarbrücken auch beim 1. FC Heidenheim nicht gewinnen. In der zweiten Hälfte enttäuschen die Gäste.
1. FC Heidenheim - Bor. Mönchengladbach
Heidenheims Eren Dinkci jubelt nach seinem Tor zum 1:1. © Tom Weller/dpa

Borussia Mönchengladbach ist nach dem Pokalfrust nicht über ein Remis beim 1. FC Heidenheim hinausgekommen. Vier Tage nach dem ernüchternden Viertelfinal-Aus beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken trennte sich die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane in der Fußball-Bundesliga auswärts mit 1:1 (1:0) von den Heidenheimern. 

Robin Hack brachte die Gladbacher am Samstag früh in Führung (9. Minute). Eren Dinkci belohnte die Heidenheimer vor 15 000 Zuschauern für eine bessere zweite Hälfte gegen dann enttäuschende Gäste mit dem Ausgleich (66.).

Das Team von Trainer Frank Schmidt und mit Senkrechtstarter Jan-Niklas Beste, erster Heidenheimer im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft, ist nun zwar seit fünf Spielen sieglos und verpasste den erhofften «gewaltigen Schritt» (Schmidt) zum Klassenverbleib. Der Erstliga-Neuling bleibt im Tabellen-Mittelfeld aber weiterhin vor Borussia Mönchengladbach.

Ende Oktober hatten die Gladbacher die beiden vorherigen Aufeinandertreffen in dieser Saison mit dem FCH für sich entschieden. Im Hinspiel und im DFB-Pokal waren sie dabei jeweils früh in Führung gegangen. Und auch diesmal dauerte es keine zehn Minuten bis zum Gladbacher 1:0. Rocco Reitz eroberte in der eigenen Hälfte den Ball, setzte dann Franck Honorat auf der rechten Seite in Szene. Der französische Mittelfeldmann spielte den Ball in die Mitte, dort leitete Jordan Siebatcheu weiter, Hack vollstreckte ins linke untere Eck.

Die Heidenheimer reagierten auf den Rückstand und hatten in der Folge häufiger den Ball – ohne jedoch gefährlich zu werden. Zu einem Aufreger im Gladbacher Strafraum kam es erst kurz vor dem Pausenpfiff, als Schiedsrichter Martin Petersen nach einem Foul von Nico Elvedi an Tim Kleindienst zunächst auf den Elfmeterpunkt zeigte. Per Videobeweis wurde die Strafstoß-Entscheidung jedoch zurückgenommen, Kleindienst hatte im Abseits gestanden. 

Die Gladbacher bewiesen mit der Pausenführung Effizienz. Die verheißungsvollste weitere Chance der ersten Hälfte neben der Führung vergab wenige Minuten vor dem zurückgenommenen Strafstoß Florian Neuhaus. Nach einer Hereingabe von Joe Scally kam der Mittelfeldlenker zum Abschluss – verfehlte aber das Tor.

Heidenheims Coach Schmidt schickte mit einem Dreifachwechsel zur zweiten Hälfte Abwehrspieler Marnon Busch sowie Marvin Pieringer und Kevin Sessa für mehr Offensivkraft auf den Rasen. Mit Engagement kamen die Gastgeber aus der Kabine und zwei Neue schnell zu Chancen: Sessa wurde nach einer Ecke von Beste zweimal geblockt (50.), Pieringer scheiterte an Gladbachs Torhüter Moritz Nicolas (54.). Die Heidenheimer holten eine Reihe von Standards heraus und setzte die Borussia unter Druck. 

Der Ausgleich deutete sich damit an: Pieringer legte für Dinkcis sehenswertes Tor in den linken Winkel ab. Bei Gladbacher Ballbesitz hatte sich Neuhaus vor dem Heidenheimer Angriff einen folgenschweren Ballverlust geleistet. Nach einer Beste-Ecke wäre beinahe das 2:1 für die Heimmannschaft gefallen, doch Tim Kleindienst scheiterte am Pfosten (74.).

© dpa ⁄ Kristina Puck, dpa
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