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Europa-Park auf Rekordkurs: Wiederaufbau von Attraktionen

Im Europa-Park wird rund um die Uhr gesägt und gehämmert - nach einem Großbrand werden Attraktionen wieder aufgebaut. Zudem fährt bald eine neue Achterbahn. Wird alles pünktlich fertig?
Europa-Park
Roland Mack (M), Mitbegründer und geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Parks, spricht von einem Balkon. © Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Der Europa-Park erwartet im laufenden Geschäftsjahr wieder über sechs Millionen Besucherinnen und Besucher und will damit an einen früheren Rekord anknüpfen. «Wir sind sehr gut unterwegs», sagte Gründer und Parkchef Roland Mack am Freitag im südbadischen Rust. «Wir haben einen Vorsprung gegenüber 2022.» In die Anlage mit Achterbahnen und anderen Attraktionen im Ortenaukreis waren im vergangenen Jahr mehr als sechs Millionen Menschen gekommen - so viel wie nie zuvor.

Unvorhergesehene Ereignisse brachten Deutschlands größten Freizeitpark in die Schlagzeilen. Im Juni beschädigte ein Großbrand die Traditionsfahrgeschäfte «Alpenexpress Enzian» und «Tiroler Wildwasserbahn». Zwei Feuerwehrleute wurden beim Einsatz leicht verletzt. Im August verletzten sich dann nach Polizeiangaben fünf Artisten und zwei Besucher, als ein Wasserbecken riss und daran befestigte Sprungtürme einstürzten.

Alpenexpress und Wildwasserbahn werden zum Saisonstart Ende März neu aufgebaut. Der Alpenexpress werde durch eine Felsenlandschaft fahren, sagte Mack. «Wir fahren nicht mehr durch eine Halle.» Der Familienunternehmer machte deutlich, dass der Wiederaufbau nach dem Brand für das Unternehmen mit einem Millionenaufwand verbunden ist.

Der Brand war in einem Technikraum der Attraktion «Yomi-Zauberwelt der Diamanten» ausgebrochen, Auslöser war nach damaligen Angaben ein technischer Defekt. «Wir haben alle Sicherheitsvorschriften eingehalten», sagte Mack. Der Unternehmer versicherte, die bei vielen Besuchern beliebte Diamantenhöhle bleibe erhalten.

Der Freizeitpark plant schon seit längerem eine neue Achterbahn, die «Voltron Nevera» heißen soll. «Wir gehen derzeit davon aus, dass wir den Starttermin zum Saisonstart (2024) halten können», sagte Mack. Sorgen bereiteten noch Lieferengpässe, beispielsweise für Elektronikteile. Noch in diesem Jahr sollten die ersten Fahrzeuge auf dem Fahrgeschäft unterwegs sein. Auf dem Areal entsteht auch der neue Themenbereich Kroatien - dazu wird unter anderem ein nachgebildetes Dorf gehören.

Der Park hatte bereits im Vormonat mitgeteilt, dass sich Besucherinnen und Besucher in der Sommersaison auf steigende Preise einstellen müssen. Laut Onlinebuchungssystem kostet ein Standardtagesticket - abhängig vom Wochentag - dann zwischen 61,50 Euro und 69,50 Euro - das entspricht einem Plus von etwa sieben Prozent.

© dpa
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