Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Etwa 1800 Teilnehmer bei Streiks an Unikliniken im Südwesten

Normalerweise kümmern sie sich um Patienten und sie halten die Kliniken am Laufen: Doch an zwei Tagen haben etwa 1800 Beschäftigte der Unikliniken ihre Arbeit niedergelegt. Sie fordern mehr Geld.
Ärzte-Warnstreiks in Kliniken
Ein Plakat mit der Aufschrift «Heute Warnstreik» hängt am Eingang eines Gebäudes des Universitätsklinikums Tübingen. © Marijan Murat/dpa

Die Warnstreiks an den vier Universitätskliniken des Landes gehen weiter. In Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm beteiligten sich am Donnerstag etwa 1800 Beschäftigte, um so ihrer Forderung nach mehr Geld und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck zu verleihen, wie die Gewerkschaft Verdi in Stuttgart mitteilte. Der befristete Ausstand sollte am Freitag weitergehen. In Ulm startete der Warnstreik bereits am Mittwoch.

Aufgrund der Arbeitsniederlegung kam es laut Verdi zur Verschiebung geplanter Operationen und zu Bettenschließungen. Das bedeutet, dass freie Betten nicht wieder neu belegt wurden. Über Notdienstvereinbarungen sei eine sichere Versorgung aller Patientinnen und Patienten gewährleistet.

«Die einzig richtige Antwort auf den Fachkräftemangel und die personellen Engpässe in den Unikliniken sind bessere Arbeitsbedingungen. Entlastung und mehr Zeitsouveränität sind die Zauberformel, um Beschäftigte aus der Teilzeit zurückzugewinnen und für junge Leute attraktiver zu werden», sagte Verdi-Verhandlungsführer Jakob Becker.

In den Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Uniklinika (AGU) fordert die Gewerkschaft für die rund 30.000 Beschäftigten elf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr pro Monat. Zudem fordert Verdi die Einführung eines Lebensphasenkontos, eine Entlastung von Pflegekräften sowie eine bessere Ausbildungsqualität. Bei den Verhandlungen geht es um Beschäftigte, für deren Arbeitsverhältnisse der Tarifvertrag Uniklinika Baden-Württemberg gilt. Ärzte oder wissenschaftliches Personal fallen unter andere Tarifverträge.

Die Arbeitgeber hatten schon vor den Warnstreiks scharfe Kritik am Vorgehen der Gewerkschaft geäußert. Der Arbeitgeberverband sprach von einer «aggressiven und gleichzeitig völlig unberechtigten Aktion».

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Olli Schulz bereitet Senfeier bei Böhmermann zu
Tv & kino
Olli Schulz bereitet Senfeier bei Böhmermann zu
Ortsschild
Musik news
Warum Gelsenkirchen? Taylor Swifts Start in Deutschland
Will Smith
Musik news
Will Smith tritt beim Bühnenjubiläum von Andrea Bocelli auf
Signal-Messenger auf einem Smartphone
Das beste netz deutschlands
Signal-Messenger: Upgrade für Videokonferenzen kommt
Vor dem World Emoji Day
Internet news & surftipps
Umfrage: Emojis verwirren oft
ChatGPT-Logo
Internet news & surftipps
Studie: Kreativität von KI-Textrobotern hat Grenzen
Thomas Müller
Nationalmannschaft
Offiziell: Müller macht nach EM-Aus Schluss im DFB-Team
Blühender Lavendel
Wohnen
Mit Lavendel die Provence in den Garten holen