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«Emotionaler Moment»: Stindl beendet Karriere am Saisonende

Karlsruhe ist für den früheren Fußball-Nationalspieler Lars Stindl etwas Besonderes. Dort begann seine Karriere - und dort wird sie im Mai enden. In Mönchengladbach hatte Stindl seine größte Zeit.
Lars Stindl
Der Karlsruher Lars Stindl bejubelt seinen Treffer zum 1:1. © Uli Deck/dpa

Mit einer Liebeserklärung an den Fußball hat der ehemalige Nationalspieler Lars Stindl seinen Abschied angekündigt. Am Ende dieser Saison wird der derzeit verletzte Zweitliga-Profi des Karlsruher SC und langjährige Kapitän von Borussia Mönchengladbach aufhören. «Lieber Fußball, was hast du mir für wunderbare 16 Jahre meines Lebens geschenkt!», schrieb der 35 Jahre alte Mittelfeldspieler auf Instagram.

Es sei eine «unglaublich schöne und intensive Zeit» mit vielen Höhen, aber auch nicht ganz einfachen Momenten gewesen. «Aber so bist du halt», richtete Stindl seine Worte an den Fußball: «Du faszinierst, du motivierst, du machst uns glücklich und wahnsinnig innerhalb von 90 Minuten.» Er habe immer wieder seinen Traum gelebt.

Zu diesem Traum gehören 376 Bundesliga-Spiele, 29 Einsätze in der Champions League sowie elf Partien im DFB-Trikot. Enden wird seine Karriere nun bei seinem Heimatverein Karlsruher SC. Vor knapp einem Jahr war der ehemalige Kapitän von Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 zu den Badenern zurückgekehrt. Für den KSC war es einer der größeren Transfers, die der Club in den vergangenen Jahren getätigt hat.

Wenn die Karlsruher nun am 19. Mai bei der SV Elversberg zum letzten Saisonspiel antreten, dürfte es wahrscheinlich sehr emotional werden. Vermutlich auch schon eine Woche vorher beim abschließenden Heimspiel gegen seinen Ex-Club Hannover 96. «Dass alles endet, wo es einmal anfing, macht die Geschichte umso schöner», meinte Stindl. «Für mich ist im letzten Sommer ein Traum in Erfüllung gegangen, zu meinem Heimatverein zurückgekehrt zu sein, im neuen Wildpark zu spielen und dort das erste Tor erzielt zu haben», sagte Stindl in einer Vereinsmitteilung vom Donnerstag.

Stindl hatte von 2000 an mehrere Jugend-Jahrgänge im Wildpark durchlaufen und bis 2010 für Karlsruhe gespielt. Danach wechselte er zu Hannover 96, ehe er von 2015 bis 2023 acht Jahre für Mönchengladbach spielte und dort zum Kapitän sowie Nationalspieler aufstieg.

Im vergangenen Sommer hatte Stindl beim KSC einen Vertrag bis zu Ende dieser Saison unterschrieben. Die Frage nach seiner offenen Zukunft kursiert seit Längerem, auch angesichts seiner hartnäckigen Wadenverletzung. Während Stindl in der Hinrunde als Offensivspieler noch ein Leistungsträger war, bremsen ihn die Probleme nun seit Monaten aus. Seit der Winterpause kam Stindl nicht mehr zum Einsatz und wird auch am Sonntag beim abstiegsgefährdeten FC Schalke 04 fehlen (13.30 Uhr/Sky).

«Für uns als Trainerteam war es ein großes Geschenk, mit einem Spieler wie Lars mit dieser herausragenden Qualität zusammenarbeiten zu dürfen», sagte KSC-Trainer Christian Eichner. «Es wird im Sommer, wenn er dann wirklich aufhört, ein ganz besonderer und emotionaler Moment für uns alle sein, wenn er seine große Karriere in Karlsruhe beenden wird.»

Nicht nur in Karlsruhe wird Stindl als Sportler und Mensch sehr geschätzt. «Lars Stindl steht für alles, wofür der KSC steht», sagte Karlsruhes Bereichsleiter Profis, Sebastian Freis. Er sei ein großes Vorbild für junge Spieler. «Wir werden ihn sehr vermissen, aber der Verein, unsere Fans und die Mannschaft werden ihn gebührend und bestmöglich verabschieden.»

© dpa
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