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Vorläufiges Ergebnis: 73,3 Prozent für Kongos Präsidenten

Die Präsidentenwahl in der Demokratischen Republik Kongo war von Chaos und Problemen geprägt, nun gibt es vorläufige Resultate. Der als Favorit geltende Amtsinhaber Tshisekedi hat danach eine deutliche Mehrheit.
Félix Tshisekedi
Amtsinhaber Félix Tshisekedi ist nach dem vorläufigen Ergebnis klarer Sieger der Präsidentenwahl. © Mosa'ab Elshamy/AP/dpa

Bei der Präsidentenwahl in der Demokratischen Republik Kongo hat sich Amtsinhaber Félix Tshisekedi nach dem provisorischen Ergebnis klar durchgesetzt. Wie die Wahlkommission mitteilte, erhielt der als pro-westlich geltende Politiker 13,2 Millionen Stimmen. Das seien 73,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das offizielle Endergebnisse wird durch das Verfassungsgericht des zweitgrößten afrikanischen Landes bekanntgegeben.

Bereits vor der Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses der Wahl vom 20. Dezember forderten am Sonntag neun Oppositionskandidaten Neuwahlen und erklärten, das Ergebnis der Wahlkommission nicht anerkennen zu wollen. Sowohl in Kinshasa als auch in einer Reihe anderer Städte vor allem im Osten des Landes werden im Zusammenhang mit der Wahl Demonstrationen erwartet.

Tshisekedi waren bei der Wahl die größten Chance eingeräumt worden - auch, weil es der Opposition nicht gelungen war, sich auf einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen. Er hatte zu Beginn seiner ersten Amtszeit angekündigt, das Land in ein afrikanisches Deutschland verwandeln zu wollen. Der als aussichtsreichste Gegenkandidat geltende Geschäftsmann Moise Katumbi und acht weitere Kandidaten kritisierten am Sonntag bei einem gemeinsamen Auftritt Unregelmäßigkeiten bei der Wahl und forderten Neuwahlen mit einer «unabhängigen Wahlkommission».

Zur Wahl waren etwa 44 Millionen Menschen aufgerufen. Das rohstoffreiche zentralafrikanische Land, das so groß ist wie Westeuropa, hat insgesamt 100 Millionen Einwohner. Gewählt wurden auch die Abgeordneten des Nationalparlaments sowie der regionalen Parlamente in den Provinzen des Landes sowie Kommunalvertreter. In vielen Wahllokalen konnte jedoch wegen fehlender Wählerlisten, defekter Wahlmaschinen oder anderer Probleme nicht am eigentlichen Wahltag abgestimmt werden, so dass die Abstimmung kurzfristig verlängert werden musste und insgesamt an mehreren Tagen gewählt wurde.

© dpa
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