Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Rechter Mickoski wird Regierungschef in Nordmazedonien

Frischer Wind in Nordmazedonien: Die Sozialdemokraten geben ihre Macht an die nationalistische Partei VMRO-DPMNE ab. Beobachter blicken besorgt auf das Land.
Wahlen in Nordmazedonien
Nach dem Sieg seiner nationalistischen VMRO-DPMNE bei der Parlamentswahl wählte das Parlament nun Hristijan Mickoski zum neuen Ministerpräsidenten. © Boris Grdanoski/AP/dpa

Das Parlament in Nordmazedonien hat den Vorsitzenden der nationalistischen Partei VMRO-DPMNE, Hristijan Mickoski, zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. 77 Abgeordnete stimmten für ihn, 22 gegen ihn, berichtete das Nachrichtenportal «vesti.mk». 21 Abgeordnete blieben der Abstimmung fern.

Die VMRO-DPMNE war aus den Parlamentswahlen am 8. Mai als klare Siegerin hervorgegangen, hat aber im Parlament allein keine Mehrheit. Mickoski bildete eine Koalition mit dem albanischen Parteienbündnis VLEN (mazedonisch: VREDI) sowie mit der liberalen Kleinpartei ZNAM. Die VMRO-DPMNE übernimmt 15, VLEN 6 und ZNAM 2 Ministerien.

Machtwechsel nach sieben Jahren

Die VMRO-geführte Regierung löst eine siebenjährige Periode der Machtausübung durch die Sozialdemokraten (SDSM) ab. Unter dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Zoran Zaev löste das kleine Balkanland den Namensstreit mit Griechenland und benannte sich 2019 von Mazedonien in Nordmazedonien um. Dies machte den Weg frei für den 2020 vollzogenen Nato-Beitritt Nordmazedoniens. Athen hatte den alten Landesnamen abgelehnt, weil seine nördliche Provinz ebenso heißt.

Zuletzt verloren die Sozialdemokraten wegen schlechter Regierungsführung und Missständen in der Verwaltung ihre Popularität und stürzten bei den Wahlen am 8. Mai ab. Nach dem Machtwechsel befürchten Beobachter Rückschritte bei Nordmazedoniens Bemühungen um einen Beitritt zur EU. Die VMRO-DPMNE hält bislang an ihren nationalistischen Positionen fest, die das Verhältnis zu den EU-Nachbarn Griechenland und Bulgarien belasten.

Immerhin verwendete Mickoski beim Ablegen des Amtseides nach seiner Wahl zum Regierungschef den korrekten Landesnamen. Seine Parteifreundin Gordana Siljanovska-Davkova, die bei der Wahl gleichfalls am 8. Mai neue Staatspäsidentin geworden war, hatte bei ihrer Amtseinführung im Vormonat demonstrativ den alten Landesnamen verwendet - und damit einen diplomatischen Eklat ausgelöst.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Wimbledon 2024 - Prinzessin Kate
People news
Zurück im Spiel: Prinzessin Kate besucht Wimbledon
US-Schauspielerin Shannen Doherty gestorben
People news
«Beverly Hills, 90210»-Star Shannen Doherty ist tot
Berlinale 2024
Tv & kino
Hoffnung bei Irans Filmemachern nach Präsidentenwahl
ChatGPT-Logo
Internet news & surftipps
Studie: Kreativität von KI-Textrobotern hat Grenzen
Elon Musk
Internet news & surftipps
Nach EU-Untersuchung: Elon Musks X droht hohe Geldstrafe
Galaxy A16 5G: Das ist bereits zum Einsteiger-Handy bekannt
Handy ratgeber & tests
Galaxy A16 5G: Das ist bereits zum Einsteiger-Handy bekannt
Euro 2024: Englands Harry Kane
Fußball news
Spanien gegen England: Die spannendsten Final-Duelle
Symbol der Justitia
Job & geld
Auch mit dem linken Arm: Hitlergruß ist immer strafbar