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Bericht: Israel bietet neue Feuerpause an

Innerhalb der islamistischen Hamas sollen es einen Richtungsstreit geben, ob die Kämpfe gegen Israel weitergehen sollen. Die israelische Regierung ist angeblich zu einer neuen Feuerpause bereit. Der Überblick.
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Im Gaza-Krieg mehren sich Zeichen für eine neue Feuerpause. Israel bot für die Freilassung weiterer Geiseln aus der Gewalt der islamistischen Hamas einem Medienbericht zufolge eine Kampfpause von mindestens einer Woche an.

Innerhalb der islamistischen Hamas gibt es angeblich Differenzen, ob der Kampf gegen Israel fortgesetzt werden soll und wie eine Nachkriegsordnung aussehen könnte. Die humanitäre Situation im Gazastreifen bleibt nach Schilderungen der Hilfsorganisationen katastrophal. Die israelische Armee setzt ihre Angriffe fort.

Bericht: Politischer Flügel der Hamas für Ende des Gaza-Kriegs

Nach mehr als zwei Monaten Krieg im Gazastreifen gibt es innerhalb der Führung der islamistischen Hamas einem Medienbericht zufolge zunehmend Differenzen über den weiteren Kurs. Während sich die Hamas-Führung im Gazastreifen unter Führung von Jihia Sinwar weiter Kämpfe mit Israels Armee liefert, sprechen im Exil lebende Vertreter des Hamas-Politbüros laut einem Bericht des «Wall Steet Journal» über ein Ende des Krieges sowie - hinter dem Rücken von Sinwar - mit palästinensischen Rivalen über die Zeit danach.

«Wir wollen, dass der Krieg beendet wird», sagte Husam Badran, Mitglied des Politbüros der Hamas, der Zeitung in Doha. «Wir wollen einen palästinensischen Staat im Gazastreifen, im Westjordanland und in Jerusalem errichten.» Die Äußerungen des Hamas-Führers markierten eine deutliche Wende gegenüber dem 7. Oktober, als der militante Flügel ein Massaker in Israel anführte.

Auf israelischer Seite wurden dabei mehr als 1200 Menschen getötet. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Die Zahl der im Gazastreifen getöteten Palästinenser ist seit Kriegsbeginn nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde auf bereits fast 20.000 gestiegen.

Die islamistische Hamas selbst spricht mittlerweile von mindestens 20.000 Palästinensern, die seit Kriegsbeginn im Gazastreifen getötet worden sind. Darunter seien 8000 Minderjährige sowie 6200 Frauen, teilte das Informationsbüro der Hamas am Mittwoch mit. Die Zahlen lassen sich gegenwärtig nicht überprüfen.

Ringen um Gaza-Resolution: Abstimmung auf Donnerstag verschoben

Im Ringen um eine Resolution zur Linderung der humanitären Not im Gazastreifen soll der Weltsicherheitsrat nun erst am Donnerstagmorgen New Yorker Zeit abstimmen. Das teilte der ecuadorianische Botschafter José Javier De la Gasca Lopez Domínguez, der dem mächtigsten UN-Gremium momentan vorsitzt, am Mittwoch in New York mit.

Der von den Vereinigten Arabischen Emiraten eingebrachte Text fordert unter anderem eine Aussetzung der Gewalt im Gazastreifen, um mehr humanitäre Hilfslieferungen für über eine Million notleidende Palästinenser möglich zu machen. Die Mitglieder des 15-köpfigen Sicherheitsrates versuchen dabei seit Tagen, ein drohendes Veto des Israel-Verbündeten USA zu verhindern.

Vor der abermaligen Verschiebung des Votums hatten die Vereinigten Staaten am Mittwoch um mehr Zeit gebeten, um einen Kompromiss zu erreichen. Eine diplomatische Quelle sagte der Deutschen Presse-Agentur, die US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield habe bei einer Beratung des Rats hinter geschlossenen Türen amerikanische Gespräche mit Ägypten angeführt, die einen Durchbruch bringen könnten.

Hamas-Führer zu Gesprächen in Ägypten eingetroffen

Der Anführer der islamistischen Hamas, Ismail Hanija, traf zu Gesprächen in Ägypten ein. Israel hat Berichten zufolge, einen Vorschlag unterbreitet. Hanija ist eine der wichtigsten Führungsfiguren der Hamas. Er hält sich seit einigen Jahren nicht im Gazastreifen, sondern in Katar auf. Die Hamas bestätigte auf Telegram den Besuch in Ägypten.

Israel erwarte im Gegenzug für eine neue Feuerpause die Freilassung der restlichen noch in Gaza festgehaltenen Frauen sowie Männer über 60 Jahre und anderer Geiseln, die krank oder schwer verwundet seien und dringend medizinische Hilfe benötigten, berichtete das Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf israelische Beamte sowie eine weitere informierte Quelle. Das seien mehr als drei Dutzend Menschen.

Bei einer einwöchigen Feuerpause waren im November 105 Geiseln freigekommen. Nach israelischen Schätzungen werden derzeit noch mindestens 109 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. Die Hamas gebe zudem Leichen mehrerer entführter Menschen nicht heraus.

Bericht: Hamas-Chef soll Israels Armee knapp entkommen sein

Der Chef der islamistischen Hamas im Gazastreifen soll einem Medienbericht zufolge der israelischen Armee knapp entkommen sein. Soldaten seien einige Male an Orte gelangt, an denen sich Sinwar bis kurz davor aufgehalten haben soll, meldete der israelische TV-Sender Channel 13.

Sinwar gilt als einer der Planer des Massakers in Israel am 7. Oktober. 1988 war er wegen Mordes an vier mutmaßlichen Kollaborateuren und zwei israelischen Soldaten verurteilt worden. Er verbrachte danach mehr als zwei Jahrzehnte in israelischer Haft. 2011 kam Sinwar als einer von mehr als 1000 palästinensischen Häftlingen im Gegenzug für den in den Gazastreifen entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit frei. 2017 wurde Sinwar dann Hamas-Chef im Gazastreifen.

Rotes Kreuz: Menschen in Gaza muss Zugang zu Hilfe ermöglicht werden

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) begrüßt Bemühungen um eine neue Kampfpause im Gaza-Krieg. «Wir würden jede Vereinbarung begrüßen, die den im Gazastreifen leidenden Menschen eine Atempause verschafft», sagte IKRK-Koordinator Stephen Ryan dem US-Sender CNN. Solange die Kämpfe in Gebieten andauerten, in denen sich Zivilisten befänden, sei es dem Roten Kreuz nicht möglich, die Hilfe dorthin zu bringen.

Erste Hilfslieferungen aus Jordanien kommen in Gaza an

Zum ersten Mal seit Beginn der Kämpfe im Gazastreifen hat ein Konvoi aus Jordanien Hilfsgüter nach Gaza gebracht. Nach wochenlangen Gesprächen sei dies ein entscheidender Schritt, um nachhaltigere Hilfe über Jordanien in den Gazastreifen zu bringen, teilte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) am Mittwoch mit. Hilfsgüter wurden bislang überwiegend über einen Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten transportiert.

Israels Armee greift erneut Hunderte Ziele im Gazastreifen an

Die israelische Armee setzte ihre Angriffe im Gazastreifen fort. Im Verlaufe des vergangenen Tages seien mehr als 300 Ziele attackiert worden, teilte die Armee mit. In Reaktion auf Beschuss seien die Truppen in der Gegend der heftig umkämpften Stadt Chan Junis im Süden des Küstenstreifens gezielt gegen Kommando- und Kontrollzentren sowie Waffenlager vorgegangen. Die Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden. Israels Armee eroberte nach eigener Darstellung die Hamas-Hochburg Dschabalia. Man habe «die operative Kontrolle», hieß es.

Deutsch-Israeli bei Kämpfen getötet

Ein israelischer Soldat, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft hat, ist bei Kämpfen im Gazastreifen getötet worden. «Wir wurden von den israelischen Streitkräften (IDF) informiert, dass leider ein deutscher Staatsangehöriger unter den Opfern der Kämpfe in Gaza ist», hieß es am Mittwoch aus dem Auswärtigen Amt. Die Botschaft in Tel Aviv stehe mit den Angehörigen in Kontakt. Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet.

Israelischen Medienberichten zufolge war der 20-Jährige am vergangenen Donnerstag bei Kämpfen im Süden des Gazastreifens schwer am Kopf verletzt worden. Er starb den Angaben nach wenige Tage später in einem israelischen Krankenhaus.

Israel bombardiert erneut Hisbollah-Stellungen im Libanon

Die israelische Luftwaffe hat am Mittwoch nach Angaben der Armee erneut Stellungen der Schiitenmiliz Hisbollah im Südlibanon angegriffen. Es seien «Terror-Infrastruktur» sowie militärische Einrichtungen der Hisbollah getroffen worden, teilte die Armee mit. Darüber hinaus sei auf «eine Reihe von Terroristen, die sich vom Libanon entlang der Grenze im Gebiet Metulla dem Sicherheitszaun näherten» geschossen worden. Dabei seien Treffer festgestellt worden. Eine Bestätigung aus dem Libanon stand zunächst aus.

Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte zuvor von mehreren Angriffen auf Israel berichtet. Unter anderem seien israelische Soldaten bei dem Grenzort Metulla beschossen worden.

© dpa
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