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Medizin von morgen: Die vierte Staffel «Charité»

Die vierte Staffel der Krankenhausserie «Charité» spielt in einem Berlin der Zukunft mit mediterranem Klima. Die Serie zeigt, was irgendwann wirklich sein könnte: zum Beispiel künstliche Gebärmütter.
Charité
Die ARD-Serie «Charité» blickt in die Zukunft. © Armanda Claro/MDR/ARD/dpa

Ein Blick in die deutsche Vergangenheit, aus Sicht von Berlins bekanntestem Krankenhaus. Mit diesem Erfolgsrezept haben sich die Macher von «Charité» eine treue Fangemeinde von Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern gesichert.

Die ARD-Serie stellte unterhaltsam die medizinischen Entdeckungen von Robert Koch, Rudolph Virchow und Paul Ehrlich vor. Das Publikum erlebte mit den Klinikmedizinern in Berlin die Kaiserzeit, die Jahre des Nationalsozialismus und den Mauerbau. Mit der vierten «Charité»-Staffel (ab 9. April um 20.15 Uhr im Ersten, ab heute in der ARD-Mediathek) geht es nun in das Berlin der Zukunft.

Mit Forschern zusammengearbeitet

Die Millionenstadt bekommt im Jahr 2049 den Klimawandel zu spüren, es herrschen Temperaturen wie am Mittelmeer. Und es geht um die Trends der Zukunft, dennoch ist die Handlung nicht futuristisch. «Wir haben mit verschiedenen Forschern gearbeitet und versucht, uns an der Realität zu orientieren und etwas zu erschaffen, das tatsächlich so irgendwann sein könnte», sagt die Regisseurin der vierten Staffel, Esther Bialas, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Den Forschern zufolge kommt aber auch immer der Zufall dazu - und der kann die Zukunft so sehr verändern, dass im Prinzip alles möglich ist.»

So geht es in der neuen Staffel etwa um eine umstrittene Reform, mit der ein Punktesystem darüber entscheidet, wer behandelt wird. Eine Chirurgin (gespielt von Adriana Altaras) widersetzt sich der Neuerung und behandelt Patienten fortan im Geheimen.

Medizinische Möglichkeiten der Zukunft

In den bisherigen Staffeln der Serie ging es immer um auch um die Geschichte medizinischer Errungenschaften. Jetzt wird zu sehen sein, wie die Technik medizinische Möglichkeiten künftig erweitern könnte. «In der Theorie sind etwa künstliche Gebärmütter möglich. Nur technisch sind wir heute noch nicht so weit», so Bialas. «In der vierten Staffel zeigen wir aber, wie ein Embryo in eine künstliche Gebärmutter eingesetzt wird, um ihn nach einer Blutreinigung der Frau wieder unversehrt in die Gebärmutter der Frau einzusetzen.»

Medizin werde in dieser «Charité»-Welt steriler, technischer und digitaler, aber auf gewisse Weise auch humaner. «Was könnte sein, wenn Ärzte für ihre Patienten mehr Zeit haben?» Das sei eine der Fragen gewesen, die sich die Macher gestellt haben.

«Wir konnten beim Erfinden der Story-Welt nicht wie sonst auf historische Quellen zurückgreifen, sondern haben mit dem medizinischen Beraterteam die gegenwärtigen Forschungsgebiete glaubhaft in die Zukunft verlängert», erläutert Henriette Lippold, Produzentin bei der UFA Fiction, die «Charité» inszeniert hat.

«Es war spannend auszuloten, wo die plausible Prognose aufhört und unser Wunschdenken anfängt. Wir sind dabei unserer Maxime nach fundierter Recherche wie auch in den Staffeln eins bis drei so gut es ging treu geblieben. Natürlich bleibt diese Staffel ein Experiment, zu dem viel Mut gehört.»

Lippold mach sich aber auch auf Kritik gefasst. «Nicht jeder Zuschauende wird den Sprung ins Morgen goutieren. Doch wenn man sich darauf einlässt, erwartet einen wieder das typische «Charité»-Gefühl aus emotionalen Geschichten, medizinischer Exzellenz und spannenden Ausblicken in die Welt von morgen.»

Abseits von Medizin gibt es gesellschaftliche Themen, die die Macher für die vierte Staffel weitergesponnen haben. Etwa Klimawandel: Die Serie wurde teilweise in Portugal gefilmt, «um die klimatischen Bedingungen Berlins im Jahre 2049 zu erzählen», wie UFA Fiction erklärte.

Der Cast zeigt, was bereits ist

Auch sei die Besetzung der vierten Staffel bewusst diverser gecastet worden, so Bialas. «Wir wollten darstellen, was schon ist - nur 25 Jahre weiter. Wir sind globaler geworden. Es sollte darauf bezogen auch eine utopische Vorstellung sein, dass wir beruhigter und besonnener geworden sind.»

Ungebunden an historische Fakten sei die Herangehensweise bei dieser Staffel anders gewesen: «Wir konnten zu 1000 Prozent kreativ sein. Gedreht haben wir in einem Krankenhaus, das noch nicht in Betrieb genommen wurde.»

© dpa ⁄ Weronika Peneshko, dpa
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