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Arte-Doku über Pink-Floyd-Gründer Syd Barrett

«Die Geschichte von Syd Barrett & Pink Floyd» erzählt von einem rätselhaften Genie. Dieser Mann gab einer der wichtigsten Bands der Rockgeschichte den Namen und den Stil. Dann verschwand er im Nichts.
Pink Floyd
Psychedelic-Ikonen: Roger Water(l-r), Richard Wright, Nick Mason und Syd Barrett. © Syd Barrett Music Ltd./WDR/Arte/dpa

Die Geschichte von legendären Bands ist oft auch die Geschichte eines genialen Exzentrikers, der diese legendäre Band kurz nach Gründung wieder verließ. Künstler wie Vince Clarke von Depeche Mode oder Brian Jones von den Rolling Stones fallen einem da ein.

Kaum einer dieser Aussteiger hat aber die zurückgelassene Band so stark geprägt, wie es Syd Barrett bei der englischen Rockband Pink Floyd vermochte. Er war Mitbegründer und in den frühen Jahren der kreative Geist der Gruppe, die später mit epischen Songs wie «Shine On You Crazy Diamond» zu Weltruhm kommen sollte.

Barretts enormer Drogenkonsum - er war einer der ersten prominenten LSD-Konsumenten - und seine psychischen Probleme führten jedoch schließlich dazu, dass er die Band verlassen musste. Der britische Dokumentarfilm «Die Geschichte von Syd Barrett & Pink Floyd - Have You Got It Yet?» stellt am Freitag um 22.35 Uhr auf Arte das Musikgenie vor, das 2006 mit 60 Jahren starb. Barrett gilt als eine der einflussreichsten und rätselhaftesten Figuren der Rockgeschichte.

Kreative Kopf von Pink Floyd

Unter der Regie des Filmemachers Roddy Bogawa und des mittlerweile gestorbenen Albumcover-Designers Storm Thorgerson zeichnet der Dokumentarfilm die Beziehung zwischen Pink Floyd und dem Gründungsmitglied nach. Es ist ein Mosaik unzähliger Interviewäußerungen. Dass Barretts Einfluss riesig war, ist unbestreitbar. So gab er der Gruppe ihren Namen. Pink Floyd setzt sich aus den Vornamen der Bluesmusiker Pink Anderson und Floyd Council zusammen, die auf den Kunststudenten Barrett Eindruck gemacht hatten.

Er war auch der Kopf hinter dem Debütalbum «The Piper at the Gates of Dawn» (1967). Das eindringliche Intro der Platte hören deutsche Fernsehzuschauer noch heute in abgewandelter Form oft als Erkennungsmelodie des «ARD-Brennpunkts».

Interviews mit den Bandmitgliedern David Gilmour, Nick Mason und Roger Waters zeichnen ein Bild dieser frühen Jahre nach. Auch die ursprünglichen Bandmanager Peter Jenner und Andrew King sowie Pete Townshend von The Who und Graham Coxon von Blur kommen zu Wort.

Das nebulöse Verschwinden

«Nach einigen Soloaufnahmen zog sich Barrett aus der Öffentlichkeit zurück», heißt es in der Arte-Filmbeschreibung. «Über die Jahre wurde er zu einem Mysterium, um seine Person ranken sich zahlreiche Mythen und Halbwahrheiten.»

Der Sender wirbt: «Getragen durch zahlreiche intime Interviews und Archivaufnahmen taucht der Film tief in die Ära des Psychedelic ein und zeigt Syd Barrett als schillernden Protagonisten jener einzigartigen Szene. Er war ein hoch kreativer Mensch und zugleich Projektionsfläche seiner Generation.».

War Syd nur ein weiteres Drogenopfer? Litt er an einer nicht diagnostizierten psychischen Erkrankung? Oder gefielen ihm Aufmerksamkeit und Ruhm nicht mehr, als aus Spaß Arbeit wurde? Die Bilanz von Arte: «Zwar gibt der Dokumentarfilm keine eindeutigen Antworten auf diese Fragen, aber ein Gefühl bleibt: Irgendetwas ist damals furchtbar schiefgelaufen.»

© dpa ⁄ Christof Bock, dpa
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