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Auftritt «Fergie» - Royals nehmen Herzogin wieder auf

Die Königsfamilie feiert Weihnachten und bringt fototrächtig erstmals seit Jahrzehnten Sarah Ferguson mit zum Gottesdienst. Dabei ist auch deren Ex-Mann Prinz Andrew. Ihm könnten neue Probleme drohen.
Sarah Ferguson
Sarah «Fergie» Ferguson, Herzogin von York, kommt am Weihnachtsmorgen zum Gottesdienst in der Kirche St. Mary Magdalene. © Joe Giddens/PA/dpa

Manche dürften froh sein, wenn sie die Weihnachtstage ohne großen Familienkrach hinter sich gebracht haben. Und vielleicht kam es sogar mal zu Gesten der Versöhnung. Die britischen Royals jedenfalls haben zu ihrem Weihnachtsgottesdienst eine Frau eingeladen, die sage und schreibe 32 Jahre nicht dabei war: Sarah «Fergie» Ferguson, die Ex-Frau von Prinz Andrew. Die Herzogin von York sei wieder aufgenommen, schrieb die renommierte Zeitung «Times». Und das Boulevardblatt «Sun» titelte: «Alles FERgeben.» Ihr Auftritt im grünen Mantel sei ein Zeichen des guten Willens von König Charles III., ihrem Ex-Schwager, sagte Royals-Experte Phil Dampier.

Tatsächlich liegen die Schlagzeilen, die über die 64-Jährige einst erschienen, schon eine Weile zurück. Sie wurde dabei fotografiert, wie ihr ein Mann die Zehen lutschte (es war ein Finanzberater, nicht Andrew). Und sie bot einem als Geschäftsmann getarnten Reporter mal 500 000 Pfund für Geschäftskontakte zu ihrem Ex-Mann an. Später entschuldigte sie sich für das unseriöse Verhalten. Doch da sie von Ex-Mann Andrew geschieden war, ziemte es sich in den Augen von Queen Elizabeth II. nicht, dass «Fergie» mit der Familie auftritt.

Die Herzogin ist Mutter der Prinzessinnen Eugenie (33) und Beatrice (35). Mit ihren Töchtern und deren Ehemännern schritt sie nie nun entlang einer Reihe von Royal-Fans zur Kirche in Sandringham. Zuletzt sprach sie öffentlich über ihre Brustkrebserkrankung und machte anderen Frauen Mut, zur Vorsorge zu gehen. Seit dem Tod von Königin Elizabeth kümmert sie sich um zwei ihrer Corgis.

Auf allen Kanälen laufen die Royals

Dass sie nun nicht nur zum privaten Weihnachtsessen auf dem ostenglischen Landsitz Sandringham, sondern auch zum Gottesdienst eingeladen war, machte Schlagzeilen. Andererseits reicht auch schon die Ankunft der Royals an der Kirche, damit manch britischer Fernsehsender ein Nachrichtenband durchs Bild laufen lässt.

Die Weihnachtstage waren ohnehin sorgfältig medial inszeniert. An Heiligabend strahlte ein TV-Sender einen Weihnachtsliedergottesdienst mit Prinzessin Kate (41) aus der Westminster Abbey aus. Am ersten Weihnachtstag lief dann die Ansprache von König Charles, der zu Frieden, Verständnis und Umweltschutz aufrief.

Gegner der Monarchie kritisieren Krönungsdoku

Die BBC wollte am zweiten Weihnachtstag dann eine Dokumentation zeigen, die auf Charles' Krönung eingeht. Die Organisation Republic, die für eine Abschaffung der Monarchie eintritt, kritisierte das Projekt des öffentlich-rechtlichen Senders - es sei ein PR-Film, dabei sei Charles eine öffentliche Figur und werde vom Staat bezahlt. In der Debatte um die Monarchie ist das eine Seite.

Auf der anderen Seite stehen Menschen, die sich über die Royals freuen. Hunderte warteten, um einen Blick vor der Kirche St. Mary Magdalene auf die Familie zu werfen. Nicht unter den Gästen war erneut Charles' zweiter Sohn Prinz Harry, der sich mit der Familie überworfen hat und in Kalifornien lebt. Dafür war der skandalumwitterte Prinz Andrew dabei. Mit seiner Ex-Frau «Fergie» soll er bis heute eine gute Beziehung haben und auf demselben Anwesen leben - wenn auch in getrennten Flügeln.

Gericht ordnet Veröffentlichung im Missbrauchsskandal an

Andrew tritt wegen seiner Verwicklung in einen Skandal um sexuellen Missbrauch nur noch selten öffentlich auf und musste militärische Ehrentitel abgeben. Er war mit dem Geschäftsmann Jeffrey Epstein befreundet, der zahlreiche auch minderjährige Mädchen sexuell missbraucht haben soll. Epstein war im Juli 2019 festgenommen worden und rund einen Monat später tot in seiner Zelle gefunden worden.

Vorwürfe gab es auch gegen Andrew. Die US-Amerikanerin Virginia Giuffre warf ihm vor, sie als Minderjährige missbraucht zu haben. Bevor es zu einem Prozess kam, einigten sich Giuffre und Andrew außergerichtlich, angeblich gegen die Zahlung von mehreren Millionen Pfund. Andrew wies die Vorwürfe stets zurück.

Ein New Yorker Gericht ordnete nun die Veröffentlichung von Namen mit Verbindung zu dem gestorbenen US-Multimillionär Epstein an. Dabei geht es nach Einschätzung von US-Medien um 150 oder mehr Personen, die in Gerichtsdokumenten eines Zivilstreits zwischen Giuffre sowie Epsteins langjähriger und mittlerweile verurteilten Partnerin Ghislaine Maxwell genannt wurden. Die Veröffentlichung könnte im Januar erfolgen.

© dpa ⁄ Julia Kilian und Benedikt von Imhoff, dpa
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