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SZA und Swift: Frauen dominieren die Grammy-Verleihung

Es dürfte die Stunde junger weiblicher Popstars werden bei der 66. Grammy-Verleihung. Taylor Swift schlägt zwar ohne ihren Freund auf - aber mit Hoffnungen auf eine historische Nacht.
SZA
Grammys
Billie Eilish
Jon Batiste
Joni Mitchell
Taylor Swift

Wer die Liste der größten Grammy-Hoffnungen durchgeht, merkt sofort, dass dieses Jahr Frauen die Nominierungen für den wohl wichtigsten Musikpreis der Welt dominieren wie nie zuvor. Taylor Swift, SZA, Olivia Rodrigo, Billie Eilish, Victoria Monét, Miley Cyrus, Lana Del Rey, Dua Lipa und die weibliche Supergroup Boygenius mit Phoebe Bridgers dürfen sich bei der Preisverleihung am Sonntagabend (Ortszeit) Chancen ausrechnen.

Männer dürften bei der Grammofon-Vergabe in Los Angeles zumindest in den prestigeträchtigsten Kategorien leer ausgehen. Dabei könnte sogar eine Frau abräumen, die nicht einmal Musik macht.

Taylor Swift kratzt am Rekord

Dreimal gewann der wohl größte Musikstar der Gegenwart bereits einen Grammy in der Kategorie «Bestes Album» - nun könnte Taylor Swift nach «Fearless», «1989» und «Folklore» den vierten Coup folgen lassen: Mit ihrem Album «Midnights» ist sie heiße Anwärterin. Swift würde dann gleichziehen mit Paul Simon, Frank Sinatra und Stevie Wonder, die ebenfalls viermal in der Kategorie ausgezeichnet wurden.

Die 34-Jährige, die mit ihrer «Eras-Tour» Millionen Fans anzieht und Rekordsummen einnimmt, muss für den Abend aber auf die Begleitung ihres neuen Freundes Travis Kelce verzichten. Der Footballspieler der Kansas City Chiefs bereitet sich mit seinem Team auf den Super Bowl vor.

Und die Konkurrenz ist groß

Swifts Sieg ist alles andere als ausgemacht, denn die Konkurrenz ist riesig: Die amerikanische Singer-Songwriterin SZA, mit bürgerlichem Namen Solána Rowe, tritt mit ihrem Album «SOS» an und ist mit insgesamt neun Nominierungen die chancenreichste Künstlerin am Sonntag.

Chancen auf den Preis fürs beste Album haben auch die Sängerinnen Olivia Rodrigo («Guts»), Lana Del Rey («Did You Know That There's a Tunnel Under Ocean Blvd»), Miley Cyrus («Endless Summer Vacation») und Boygenius («The Record»). Ähnlich hochkarätig sieht es in den beiden anderen Hauptkategorien «Aufnahme des Jahres» und «Song des Jahres» aus, wo auch ein Mann allein gegen die weiblichen Stars antritt.

Der eklektische Künstler Jon Batiste («World Music Radio») ist für die Songs «Worship» und «Butterfly» nominiert. R&B-Sängerin Victoria Monét darf sich derweil Hoffnung in sieben Disziplinen machen - bei Swift, Rodrigo, Eilish, Cyrus und Boygenius sind es deren sechs. Auch der berühmte Produzent Jack Antonoff hat mehrere Chancen auf die begehrte Statue.

Die Grammys werden in diesem Jahr zum 66. Mal verliehen. Rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträger der goldenen Grammofone, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt zählen und in 94 Kategorien vergeben werden.

Barbie... Barbie?

Und ja, auch Barbie sollte eine Rolle spielen. Selbst bei den Grammys ist die Plastikpuppe, die sich in den Augen einiger 2023 zu einer feministischen Kino-Ikone aufschwang, eine Trophäen-Asprirantin. Denn das Album zum «Barbie Movie» geht in mehreren Kategorien für ein Grammofon an den Start: Allen voran mit Billie Eilishs «What Was I Made For?», nominiert für die Aufnahme und den Song des Jahres.

Vereiteln könnten das Rodrigos «Vampire», SZAs «Kill Bill» oder Swifts «Anti-Hero». Auftreten werden die drei Superstars an dem Abend auch - neben Künstlern wie Joni Mitchell und Billy Joel sowie der irischen Band U2. Comedian Trevor Noah wird die Grammys zum vierten Mal in Folge moderieren.

© dpa

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