Hitzlsperger über FIFA wegen «One Love»-Binde: «Erbärmlich»

Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat FIFA-Präsident Gianni Infantino für die angedrohten Sanktionen im Zusammenhang mit der «One Love»-Kapitänsbinde kritisiert.
Thomas Hitzlsperger kritisiert auf Twitter die FIFA scharf. © Tom Weller/dpa

«Infantino hat es sogar geschafft, die Mannschaften zu zwingen, die #OneLove-Binde nicht zu tragen. Wie erbärmlich?! Wie wäre es mit Regenbogen-Schnürsenkeln?», schrieb der 40-Jährige bei Twitter.

Die «One Love»-Kapitänsbinde der europäischen Kapitäne um Manuel Neuer hat am zweiten WM-Tag zum großen Zerwürfnis mit dem Fußball-Weltverband FIFA geführt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur setzte die FIFA die an der Kampagne für Menschenrechte und Vielfalt beteiligten UEFA-Teilnehmer stark unter Druck - und drohte mit sportlichen Sanktionen. Der Deutsche Fußball-Bund und die weiteren Verbände verzichten in Katar deshalb nun doch auf das symbolträchtige Stückchen Stoff.

Aus der Politik gab es auch Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB). «Noch ein Grund nicht zu schauen! #FIFAWorldCupQatar2022 und an @DFB, das ist echt schwach», schrieb Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen). Ihr Parteikollege Konstantin von Notz schrieb ebenfalls bei Twitter: «Finde ich eine abstruse, falsche und beschämende Entscheidung. Was ist die #FIFA nur für ein unterirdischer Laden!»

Die FDP-Politikerin Renata Alt, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, sagte einer Mitteilung zufolge: «Dass der DFB und andere europäische Verbände sich dem Druck der FIFA unterwerfen und die One-Love-Binde nicht länger tragen werden, ist enttäuschend. Dass die FIFA aber mit Punktabzug für ein derartiges Bekenntnis zu Menschenrechten gedroht hat, ist skandalös. Menschenrechte sind universell gültig und keine politische Botschaft!»

© dpa
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