«Für solche Tage lohnt jedes Opfer»: Ochoa gefeierter Held

2014 gegen Neymar, 2018 gegen Weltmeister Deutschland, 2022 gegen Lewandowski: Mexiko-Keeper Ochoa glänzt regelmäßig bei der WM. Die Fans im Stadion flippen vollkommen aus.
Polens Robert Lewandowski (r) wird von Mexikos Hector Moreno (verdeckt) im Strafraum gefoult. Den anschließenden Elfmeter hielt Guillermo Ochoa. © Christian Charisius/dpa

Zehntausende Mexikaner feierten ihn als Held, Ex-Teamkollege Oribe Peralta verglich ihn in einer Fotomontage gar mit einem Heiligen: WM-Spezialist Guillermo Ochoa hat direkt zum Start in sein fünftes Endturnier erneut geglänzt und das direkte Duell mit Weltfußballer Robert Lewandowski für sich entschieden.

Der 37-Jährige hielt im Stadion 974 von Doha einen Foulelfmeter des ehemaligen Bayern-Superstars und bescherte Mexiko damit einen Punkt beim torlosen Remis gegen Polen.

«Für solche Tage wie diese lohnt jedes Opfer», schrieb ein euphorisierter Ochoa in den sozialen Netzwerken. Der Klasse-Auftritt des Routiniers und Anführers reiht sich in andere denkwürdige Ochoa-Performances bei der WM ein. Vor vier Jahren hielt er beim 1:0-Sieg gegen Deutschland stark, vor acht Jahren brachte er WM-Gastgeber Brasilien mit Neymar und Co. bei einem 0:0 fast zur Verzweiflung. «Wir wissen, dass Memo einer für die wichtigen Momente ist, das hat er schon bei jeder WM bewiesen. Heute hat er es wieder einmal getan», sagte Teamkollege Henry Martin.

Als Ochoa diesmal den Lewandowski-Elfmeter parierte, herrschte im Stadion am Hafen von Doha ohrenbetäubender Lärm auf den Tribünen. «Ich möchte den Fans danken. Wir wissen, dass sie verrückt nach dem Nationalteam sind. Wir müssen weiter alles geben. Das fühlt sich an wie ein Heimspiel hier», sagte Ochoa in der Pressekonferenz, zu der er stolz seine Trophäe als bester Spieler des Spiels mitbrachte. «Ich liebe die WM», ließ er wissen. Laut FIFA-Angaben waren rund 90 000 Mexikaner rund um das Stadion unterwegs. Schon Stunden vor der Partie dominierten die in grün gekleideten Fans vor der Arena und in der Metro von Doha.

© dpa
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