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Van Almsick für Olympia in Deutschland

Der deutsche Sport treibt einen weiteren Anlauf für die Austragung Olympischer Spiele voran. Franziska van Almsick wirbt mit einigen Argumenten ebenfalls für eine Bewerbung.
Franziska van Almsick
Spricht sich für Olympische Spiele in Deutschland aus: Franziska van Almsick. © Henning Kaiser/dpa

Franziska van Almsick (45) befürwortet eine erneute deutsche Olympia-Bewerbung. Diese «würde einen Ruck bedeuten für den Sport und darüber hinaus in die Gesellschaft wirken», sagte die frühere Weltklasse-Schwimmerin der «Frankfurter Allgemeine».

«Ich bin überzeugt, dass Olympia eine Relevanz für die gesamte Gesellschaft hat, wenn wichtige Themen wie zum Beispiel die Nachhaltigkeit gut umgesetzt werden. Das können nicht mehr viele Länder leisten. Deutschland kann das. Wir sollten Verantwortung übernehmen.» Zuletzt fanden Olympische Spiele 1972 in Deutschland statt, Austragungsort war München.

Im vergangenen Monat hatte eine Mehrheit der Bundesbürger in einer von der Deutschen Presse-Agentur in Auftrag gegebenen Umfrage eine deutsche Olympia-Bewerbung befürwortet. «Genau deshalb müssen wir uns bewegen», forderte van Almsick: «Es geht nicht darum, uns auf "Teufel komm raus" zu bewerben, sondern darum, die Menschen von den positiven Aspekten zu überzeugen. Jeder kann doch noch viele Jahre später auf der ganzen Welt sehen, was die Sommerspiele in München 1972 Positives für die In­frastruktur der Stadt und deren Bewohner bewirkt haben.»

Ziel: Kandidatur für 2036 oder 2040

Zumindest beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wird bereits geplant. Anfang Dezember hatte der DOSB auf seiner Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main mit der Verabschiedung einer «Frankfurter Erklärung» die Entwicklung eines Feinkonzeptes für eine Olympia-Bewerbung beschlossen.

Ziel ist eine Kandidatur für die Sommerspiele 2036 oder 2040. Berlin, Hamburg, Leipzig, München und die Region Rhein-Ruhr haben ihr Interesse an einer Bewerbung mit Absichtserklärungen konkret bekundet.

Die vergangenen Olympia-Kampagnen in Deutschland waren indes am Widerstand und dem Votum der Bevölkerung in München und Hamburg gescheitert. «Sport kann, das ist meine Erfahrung, Differenzen überwinden. Dafür ist er ein ideales Spielfeld, weil Hautfarbe, Religion, politische Einstellung keine Rolle spielen. Die Athletinnen und Athleten messen sich unter fairen, friedlichen Bedingungen. Das scheint die Welt aber mehr und mehr zu verlieren», sagte van Almsick. Sie gewann bei Olympischen Spielen zwischen 1992 und 2004 viermal Silber und sechsmal Bronze.

© dpa
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