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Top-Talent und Hoffnungsträgerin: Kevric gibt EM-Debüt

Bei den Europameisterschaften bringen es die deutschen Turnerinnen gerade mal auf ein Durchschnittsalter von 16 Jahren. Im Blickpunkt steht ein Jungstar.
Helen Kevric
Helen Kevric gilt als das größte Talent des deutschen Frauen-Turnens. © Sandy Dinkelacker/Eibner-Pressefoto/dpa

Mit Bravour hatte Helen Kevric ihren Premieren-Auftritt absolviert, verließ nach dem Abschlusstraining selbstbewusst entlang der Stahlrohrtribünen die weitläufige Arena und fühlte sich bereit für ihren ersten Auftritt auf der großen Turn-Bühne.

Mit gerade einmal 16 Jahren gibt das größte Talent des deutschen Frauen-Turnens bei den Europameisterschaften in Rimini sein Debüt bei den Erwachsenen. «Ich freue mich sehr, die EM zu turnen, auch weil ich in diesem Jahr außer der Bundesliga noch keinen Wettkampf geturnt habe», sagte die Stuttgarterin. 

Die WM-Zweite der Juniorinnen am Stufenbarren gilt nicht nur als Zukunftshoffnung im Deutschen Turner-Bund (DTB), sondern auch als größte Herausforderin der deutschen Rekordmeisterin Elisabeth Seitz im Rennen um den letzten freien Startplatz bei den Olympischen Spielen. Mit der 30-Jährigen teilt sie sich nicht nur die Trainingshalle in Stuttgart, sondern auch die Vorliebe für den Stufenbarren. Die Konkurrenzsituation aber schüttelt das Top-Talent ab. «Wir verstehen uns gut. Ich versuche, mich auf mich zu konzentrieren. Mein Ehrgeiz pusht mich, und ich brauche nichts anderes», betonte sie.

Seitz, die nach einem Achillessehnenriss jüngst wieder ihre ersten Wettkämpfe geturnt hat, fehlt in Rimini - wie auch die bereits für einen Paris-Start feststehenden Pauline Schäfer-Betz (Chemnitz) und Sarah Voss (Köln) sowie die Ex-Europameisterin am Schwebebalken, Emma Malewski (Chemnitz). «Mein Ziel sind auf jeden Fall die Olympischen Spiele. Ich schaue von Wettkampf zu Wettkampf. Natürlich ist das Ziel, schon diesmal dabei zu sein. Aber ich will mir da keinen Stress machen», sagte Kevric mit Blick auf den Saisonhöhepunkt im Sommer.

Bei den EM tritt sie in der Qualifikation an diesem Donnerstag (ab 12.30 Uhr) nur am Stufenbarren an. «Wir wollen das Team-Finale schaffen, und ich möchte eine sehr gute Barrenübung turnen, sauber und meinen Ansprüchen gerecht. Dann werden wir sehen, was dabei herauskommt», sagte sie nach Podiumstraining. Die 16-Jährige bringt aus der Junioren-Klasse reichlich Erfolge mit: Mehrkampf-Europameisterin 2022 und gleich vierfache Siegerin beim European Youth Olympic Festival. 

Nominell angeführt wird die deutsche Perspektiv-Riege von Karina Schönmaier. Die 18-Jährige ist die Älteste im Team und kann auf die Erfahrung von den Weltmeisterschaften 2022 und 2023 verweisen. Dennoch gibt die Mehrkampf-Siegerin der internen Ausscheidung ebenso wie Kevric, Marlene Gotthardt (beide Stuttgart), Janoah Müller (Haßloch) und Silja Stöhr (Heddesheim) ihr EM-Debüt. 

Es sei schon etwas anderes gewesen, an der Seite der erfahrenen Seitz, Voss und Schäfer-Betz geturnt zu haben, sagte Schönmaier. «Dadurch, dass ich jetzt die ganzen Juniorinnen mit mir habe, habe ich schon das Gefühl, dass ich auch ein bisschen Verantwortung habe. Aber ich finde es trotzdem cool, mit dem jungen Team einen Wettkampf turnen zu können, denn sie können ganz viel Erfahrung sammeln.» Mit ganz viel Energie könne die Riege auch einen tollen Wettkampf turnen.

Gut eine Woche nach dem ernüchternden finallosen Auftritt der Männer werden von dem im Schnitt nur 16 Jahre alten Team keine Wunderdinge in Rimini erwartet. «Die Frauen sollen sich auf sich konzentrieren. Die müssen auch nichts kompensieren, was die Männer nicht geschafft haben. In der Tat ist die Erwartungshaltung eine geringere als sie es bei den Männern war», sagte DTB-Sportdirektor Thomas Gutekunst. Dennoch wünscht er sich, dass Schönmaier und ihre Mitstreiterinnen das Team-Finale der besten Acht zum EM-Abschluss am Sonntag sowie einen Einzel-Endkampf am Samstag erreichen. «Ich hoffe schon, dass wir nicht das Wochenende auf der Tribüne verbringen müssen», sagte er.

© dpa ⁄ Katja Sturm und Martin Kloth, dpa
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