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Ex-Weltmeister Doll führt Sprintaufgebot bei Biathlon-WM an

Einen Tag nach den Frauen starten auch die deutschen Männer bei der Biathlon-WM in Tschechien in ihr erstes Einzelrennen. Die Hoffnungen ruhen auf einem Routinier, aber die Favoriten sind andere.
Benedikt Doll
Geht am Samstag beim Männer-Sprint in Nove Mesto an den Start: Biathlet Benedikt Doll. © Hendrik Schmidt/dpa

Ex-Weltmeister Benedikt Doll erhält bei der Biathlon-WM im tschechischen Nove Mesto seine erste Medaillenchance. Der 33-Jährige aus dem Schwarzwald führt das vierköpfige deutsche Aufgebot für das Rennen über zehn Kilometer am Samstag (17.05 Uhr/ARD und Eurosport) an.

Die Folgen einer leichten Erkältung hatten einen Start in der Mixed-Staffel am Mittwoch zum Auftakt noch verhindert. Außerdem treten Philipp Nawrath, Johannes Kühn und Philipp Horn im ersten Einzelwettkampf der Männer an, wie der Deutsche Skiverband mitteilte.

Große Konkurrenz

Doll hatte 2017 seinen ersten und einzigen WM-Titel im Sprint gewonnen und liebäugelt bei seiner womöglich letzten Weltmeisterschaft mit einem Platz auf dem Podest. Die großen Favoriten kommen jedoch aus Norwegen. Titelverteidiger ist Johannes Thingnes Bö, der auch in dieser Saison im Gesamtweltcup führt.

In der Wertung liegen sechs Norweger ganz vorn, Doll ist Achter. Der Routinier konnte in diesem Winter bereits zwei Sprints gewinnen, hatte zuletzt aber einige Probleme am Schießstand.

Auch der 30-jährige Bayer Nawrath hatte beim Saisonstart in Östersund im Sprint schon gewonnen und war nach seinem überraschenden ersten Karrieresieg ins Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters geschlüpft. Dieses musste er aber schnell wieder abgeben.

Etwas überraschend nominiert wurde der Thüringer Horn, der sein erstes WM-Rennen seit rund vier Jahren bestreitet. Bei seinem letzten WM-Sprint in Antholz war der mittlerweile 29-Jährige 2020 starker Achter geworden.

Justus Strelow, der zum Auftakt in der Mixed-Staffel (5.) ein starkes Rennen abgeliefert hatte, und Roman Rees wurden nicht berücksichtigt und müssen im weiteren WM-Verlauf bis zum 18. Februar auf Einsätze hoffen.

© dpa
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