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Zwei Menschen zeigen in Erfurt Hunderte Falschparker an

Seit Ende Februar gehen Berichte über einen selbst ernannten «Anzeigenhauptmeister» durchs Netz. Doch auch in Erfurt gibt es nun offenbar Menschen, die systematisch Falschparker anzeigen.
Feuerwehranfahrzone
EIn Halteverbots-Schild und ein Zusatzzeichen mit der Aufschrift „Feuerwehranfahrzone“ weisen auf ein absolutes Halteverbot hin. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Seit der Debatte um den «Anzeigenhauptmeister» hat sich die Zahl der Bürgeranzeigen gegen Falschparker in Erfurt verdreifacht. Im März gingen 848 Anzeigen ein, wie das Bürgeramt auf Anfrage mitteilte. In den fünf Monaten zuvor waren es im Schnitt je 261. Der Großteil der Anzeigen im März entfiel laut Stadt auf zwei Menschen: Von einer Person seien 360 Anzeigen eingegangen, von einer anderen waren es demnach 216. Über die Motivation der Anzeigenden sei nichts bekannt. Damit kam im März laut Stadt jede fünfte Anzeige von Bürgern, der Rest von den Behörden.

Seit Ende Februar gibt es Medienberichte und Diskussionen über einen jungen Mann, der offenbar systematisch Falschparker anzeigt und sich «Anzeigenhauptmeister» nennt. Ein Bezug der steigenden Zahl an Anzeigen zu diesem Phänomen lasse sich aber nicht herleiten, hieß es aus Erfurt. Die Stadt stehe solchen Bürgeranzeigen generell neutral gegenüber. «Dieser Anzeigeweg ist eröffnet und wird verstärkt genutzt.» Dabei sei auch eine vermehrte Nutzung von Falschparker-Apps wie «weg.li» zu verzeichnen.

Verdopplung der Anzeigen in Weimar

Auch in Weimar hat die Zahl der privaten Anzeigen zuletzt zugelegt: Seien es 2022 noch 200 Fälle gewesen, habe sich die Zahl im vergangenen Jahr auf etwa 400 verdoppelt, sagte eine Sprecherin. «Jedes Engagement, was der Sicherheit und Ordnung dienlich ist, wird als positiv empfunden.» Die Anzeigen erreichen die Stadt demnach hauptsächlich über ThAVEL, ein landesweit einheitliches System für Anträge.

Kleinere Städte wie Ilmenau oder Eisenach hingegen berichteten von keinen größeren Ausschlägen: Bürgeranzeigen seien nach wie vor Einzelfälle, hieß es aus den Stadtverwaltungen. Die Stadt Gera führt dazu nach eigenen Angaben keine Statistik.

Auch die Stadt Jena verzeichnete keine große Zunahme an privaten Anzeigen. Im März 2024 seien es 29 gewesen, im Februar 18 und im Januar 27. In den ersten drei Monaten des Vorjahres lagen die Zahlen demnach leicht darunter. Insgesamt verzeichnete die Stadt für 2023 383 private Ordnungswidrigkeitsanzeigen, wovon aber 163 unbeachtet blieben, weil sie unter anderem fehlerhaft waren. Die Stadt schätzt, dass etwa zwei Drittel der privaten Anzeigen über «weg.li» eintreffen. Der Rest komme per Mail - einige Anzeigende hätten sich auch eigene Mail-Vorlagen erstellt, so eine Sprecherin.

© dpa
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