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Düstere Konjunkturstimmung in Thüringer Wirtschaft

Finanzierungsprobleme, sich verschlechternde Geschäftsbedingungen, hohe Kosten: Die Sorgen in den Thüringer Unternehmen sind groß, wie jüngste Umfragen zeigen.
Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt
Die Industrie- und Handelskammer in Erfurt. © Martin Schutt/dpa

Die Thüringer Wirtschaft befindet sich nach aktuellen Umfragen im Stimmungstief. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammern (IHK) in Erfurt und Suhl werden die Aussichten über die Branchen hinweg als düster eingeschätzt. Die jüngsten Konjunkturumfragen der beiden Kammern bescheinigen eine fortgesetzte Talfahrt in allen Wirtschaftszweigen. Jedes fünfte Unternehmen erwäge Stellenkürzungen, alle Branchen stünden unter großer Anspannung, teilte die Erfurter IHK am Freitag mit.

Kein Silberstreif am Horizont

«Die Stimmung der Unternehmen befindet sich im freien Fall. Die Suche nach Optimismus und positiven Erwartungen in den Unternehmen gestaltet sich immer schwieriger. Noch zehrt die resiliente Thüringer Wirtschaft von den vergangenen Jahren. Sollten sich die Konjunktureinschätzungen auch nur in Teilen bewahrheiten, ist eine Erholung der regionalen Wirtschaft weithin nicht absehbar», sagte IHK-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Haase-Lerch.

Nach Einschätzung des Hauptgeschäftsführers der IHK Südthüringen, Ralf Pieterwas, stehen die Unternehmen unter erheblichem Kostendruck und müssen Mega-Transformationen zur Dekarbonisierung und Digitalisierung leisten. Der Wandel binde viel Kapital, welches der Südthüringer Wirtschaft zunehmend fehle. Inzwischen hätten 55 Prozent der Firmen Finanzierungsprobleme. Nur noch 63 Prozent der Betriebe gingen in diesem Jahr von Investitionen aus. Im Gastgewerbe, im Verkehrsgewerbe und im Dienstleistungssektor drohe jedem zehnten Unternehmen die Insolvenz.

Laut der Erfurter IHK beurteilt jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) in Nord-, Mittel- und Westthüringen die aktuelle Geschäftslage als schlecht. In Südthüringen teilten 37 Prozent der Firmen diese Einschätzung. Dort erzielten den Angaben nach noch 32 Prozent der Betriebe Gewinne, 45 Prozent arbeiten nur noch kostendeckend und 23 Prozent machen Verlust.

Nach Angaben der Erfurter IHK planen nur sieben Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit einer steigenden Beschäftigtenzahl. Drei Viertel der Betriebe wollen diese halten, 19 Prozent erwägen Stellenkürzungen. «Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den geplanten Investitionen: Nur 14 Prozent planen in den kommenden zwölf Monaten steigende Investitionen, 28 Prozent wollen das Investitionsniveau halten, 58 Prozent planen fallende oder gar keine Investitionen», teilte die Kammer mit.

Als größte Risiken für die kommenden Monate wurden laut Erfurter IHK Energie- und Rohstoffpreise, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, der Inlandsabsatz, Fachkräftemangel und Arbeitskosten genannt.

Die aktuellen Ergebnisse beider Kammern wurden zwischen dem 18. Dezember 2023 und dem 18. beziehungsweise 19. Januar 2024 erhoben. Die IHK Erfurt befragte für ihre Konjunkturanalyse rund 700 Unternehmen. Die Rücklaufquote belief sich auf 36 Prozent. Die IHK Südthüringen befragte rund 900 Unternehmen, die Rücklaufquote betrug 54 Prozent.

© dpa
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