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1. FC Magdeburg wie ein Absteiger: 0:7 in Karlsruhe

Der 1. FC Magdeburg hat sich beim KSC wie ein Abstiegskandidat präsentiert. Nach der höchsten Zweitliga-Niederlage der Vereinsgeschichte sprach FCM-Kapitän Condé von «Arbeitsverweigerung».
Karlsruher SC - 1. FC Magdeburg
Die Magdeburger (l-r) Amara Conde, Daniel Elfadli und Jamie Lawrence nach der 7:0 Niederlage. © Uli Deck/dpa

Der 1. FC Magdeburg hat sich selbst wieder in den Abstiegskampf zurückgespielt und liegt nur noch drei Punkte von Relegationsplatz 16 entfernt. Beim Karlsruher SC kassierte die Mannschaft von Trainer Christian Titz am Sonntag mit dem 0:7 (0:4) die höchste Zweitliga-Pleite der Vereinsgeschichte. Marcel Franke (8.) und Budu Zivzivadze (13., 25.), Paul Nebel (40.), Marcel Beifus (50.), Igor Matanovic (51.) und Marvin Wanitzek (90.+1/Elfmeter) trafen für den KSC.

Magdeburg musste kurzfristig auf den erkrankten Innenverteidiger Tobias Müller verzichten, für ihn gab Andi Hoti sein Startelfdebüt. Dazu kehrte Luca Schuler nach seiner Rotsperre als echter Neuner wieder in die Startformation zurück. Karlsruhe wirkte vom Start weg gedankenschneller als die Magdeburger und ging nach gefühlvollem Freistoß von Wanitzek in Führung: Franke (8.) nutzte die fehlende Zuordnung der Magdeburger und köpfte am zweiten Pfosten zur Führung.

Die Magdeburger Fehleranfälligkeit blieb weiter spielbestimmend: Nach einem eigentlichen geklärten Ball dribbelte Innenverteidiger Daniel Heber ohne Not von der Außenbahn zurück in den Strafraum, verlor den Ball - Zivzivadze bedankte sich mit dem 0:2 (13.). Karlsruhe spielte aggressives Pressing, ließ den Magdeburger Spielaufbau schon in der Gästehälfte kaum zu - und stellte den FCM komplett kalt. Dann wurde der nächste Abwehr-Bock bestraft: Torwart Dominik Reimann spielte Daniel Elfadli in der Box an, obwohl der zugestellt war - erneut profitierte Zivzivadze (25.) mit dem 0:3.

Dass sich der FCM noch vor der Pause nach einem Konter das 0:4 einfing, war lange noch nicht der Tiefpunkt einer katastrophalen Vorstellung. Denn trotz eines Vierfachwechsels beim FCM in der Pause ging der Karlsruher Lauf einfach so weiter: Zwei weitere Patzer nutzten die Gastgeber, um per Doppelschlag auf 0:6 zu stellen. Von Magdeburg war kaum etwas zu sehen, Kapitän Amara Condé (77.) scheiterte mit dem zweiten Torschuss der Elbestädter am KSC-Torwart, ein Magdeburger Treffer (79.) zählte wegen Abseits zurecht nicht. Den Schlusspunkt setzte Wanitzek per Elfmeter nach Handspiel des eingewechselten Lawrence.

Entsprechend bedient waren die Magdeburger Spieler nach Abpfiff. «Die Wut auf uns selbst ist riesig. Was wir heute auf dem Platz gelassen haben, ist bodenlos. Jeder muss sich hinterfragen, das ist nicht akzeptabel», sagte Schuler bei Sky. Kapitän Condé pflichtete ihm bei, versprach aber auch Besserung: «Was wir heute gemacht haben, war Arbeitsverweigerung und eine bodenlose Frechheit. Wir müssen jetzt sehr, sehr hart arbeiten in den nächsten zwei Wochen und dann eine Reaktion zeigen. Alles andere spielt keine Rolle.»

Die zahlreich mitgereisten Magdeburger Anhänger hatten sich vor der Pause kurz in Sarkasmus geflüchtet und lautstark den «Auswärtssieg!» gefordert. Der Auftritt der Magdeburger Mannschaft war vorn völlig zahnlos und in der Defensive indiskutabel. Alle Treffer leitete der FCM mit Fehlern selbst ein, fand überhaupt nicht zu einer defensiven Stabilität. Dazu fehlten selbst die Ansätze eines Spielaufbaus, die Angriffsreihe war über weite Strecken wie abgeschnitten vom Rest des Teams. In der Länderspielpause muss bei den Elbestädtern nun wohl alles auf den Prüfstand, damit in den letzten acht Spieltagen der Klassenerhalt gelingt.

© dpa ⁄ Malte Zander, dpa
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