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«Darf uns nicht passieren»: Magdeburg hadert mit Fehlern

Kein Tor geschossen, in der Verteidigung ein Fehler zu viel: Gegen den 1. FC Nürnberg fällt der FCM teilweise in alte Muster zurück und verpasst es, sich weiter von der Abstiegszone abzusetzen.
1. FC Magdeburg - 1. FC Nürnberg
Magdeburgs Spieler gehen nach dem Schlusspfiff enttäuscht über das Spielfeld. © Swen Pförtner/dpa

Wieder war es der eine Fehler zu viel, der den 1. FC Magdeburg um den nächsten Punktgewinn gebracht hat. Dazu kam beim 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg ein eklatanter Mangel an Durchschlagskraft. Zwar schossen die Elbestädter häufiger aufs Tor als die Gäste aus Franken, doch fehlte den Versuchen die letzte Präzision. Kein Wunder, dass sich Torwart Dominik Reimann über die Pleite in seinem 100. Pflichtspiel für den FCM ärgerte: «Von Nürnberg kam nach den zwei Abseitstoren sehr wenig, außer dem einen Moment in der zweiten Halbzeit - das darf uns so nicht passieren.»

Auch Trainer Christian Titz haderte mit dem Abwehrverhalten in der Schlüsselszene des Spiels. «Wir hätten im Sprintduell auch mit den Armen arbeiten können, dann kommt der Spieler gar nicht vorbei. Aber eigentlich ärgerlich war, dass wir in der klaren Überzahl sind, aber alle Spieler laufen durch und machen dadurch erst die beiden Spieler hinten frei», analysierte der 52-Jährige auf der Pressekonferenz.

Neben dem Gegentreffer wollte auch Titz' Offensividee nicht richtig aufgehen: Statt des gesperrten Luca Schuler stand Alexander Nollenberger in der Sturmmitte, doch der gelernte Außenstürmer bekam viel zu selten Bälle - oder solche, die einfach nicht zu verarbeiten waren. So ging die Magdeburger Torgefahr zumeist von Mohammed El Hankouri aus der Distanz oder von Tatsuya Ito nach Dribbling im Strafraum aus. Was teils spektakulär aussah, wurde im Laufe des Abends allerdings auch ausrechenbar.

Mit weiter sechs Punkten Vorsprung vor dem Abstiegsrelegationsplatz ist der FCM nach wie vor nicht unmittelbar gefährdet, muss allerdings in den Spielen beim Karlsruher SC und gegen Hannover 96 nach der Länderspielpause wieder punkten, um nicht in den unmittelbaren Abstiegskampf hineinzurutschen. Gegen Karlsruhe sollte wieder ein echter Neuner zur Verfügung stehen, sodass das Offensivspiel klarer und zielstrebiger sein dürfte.

«Das nächste Spiel wartet auf uns und, da bin ich mir sicher, da werden wir wieder treffen, versuchen, die Null zu halten und dann gewinnen wir das Spiel», verbreitete Reimann Optimismus. Die Bilanz der Magdeburger gegen den KSC ist in der 2. Bundesliga jedenfalls positiv: In drei Spielen gab es einen Sieg und zwei Unentschieden. Zeit für die Blau-Weißen, diese Bilanz auszubauen.

© dpa ⁄ Malte Zander, dpa
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