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Mehr Borreliosefälle 2023: 90 Fälle seit Dezember

Zecken werden ab einer Temperatur von etwa acht Grad aktiv. Sie können eine Vielzahl von Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen. Wie steht es um Infektionen in Sachsen-Anhalt?
Arzt
Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Die Bakterien werden durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen: Seit Anfang Dezember 2023 sind in Sachsen-Anhalt rund 90 Borreliose-Fälle gemeldet worden. Die meisten Infektionen wurden im Landkreis Börde (29), im Salzlandkreis (17) und in der kreisfreien Stadt Halle (10) erfasst, wie das Landesamt für Verbraucherschutz in Halle auf Nachfrage mitteilte. Im Harz und im Jerichower Land waren es jeweils acht. Keine Meldungen hingegen gab es im Altmarkkreis Salzwedel, im Burgenlandkreis und in Dessau-Roßlau. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum blieb die Zahl der Borreliose-Fälle konstant, 2021/22 hingegen hatte die Zahl bei gut 100 gelegen.

Der Blick auf die zurückliegenden Jahre zeigt einen Höchststand 2023. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden im Gesamtjahr 931 Borreliose-Fälle gezählt. 2021 und 2022 waren es weniger als 700 gewesen, in den Jahren 2016 bis 2020 jeweils gut 500 Fälle. 2014 und 2015 waren jeweils unter 400 Infektionen registriert worden.

Laut dem Robert Koch-Institut gibt es keinen typischen Verlauf der Borreliose. Sie könne grundsätzlich zahlreiche Erkrankungsformen in verschiedenen Organen hervorrufen. Am häufigsten sei die sogenannte Wanderröte, eine ringförmige Hautrötung. Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen, Müdigkeit können hinzukommen. Einige Monate nach dem Zeckenstich kann eine Gelenkentzündung, oft an den Knien, auftreten. Es gibt bislang keine Impfung.

Laut dem Landesamt für Verbraucherschutz ist die Aktivität der Zecken abhängig von Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. Wärmere Winter könnten durchaus mit einer vorzeitig einsetzenden Zeckenaktivität verbunden sein. Im Vergleich zum Sommer seien sie im Januar und Februar eher nicht aktiv und hielten sich geschützt in einer Schicht aus abgefallenen Blättern und Nadeln auf dem Waldboden auf.

Die ebenfalls von Zecken übertragene Hirnentzündung FSME kommt in Sachsen-Anhalt selten vor. Seit dem 1. Dezember 2023 wurde landesweit ein Fall gemeldet aus dem Salzlandkreis. Laut RKI fallen die meisten Erkrankungen in den Zeitraum April bis November. In Sachsen-Anhalt gibt es zwei Risikogebiete: die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau und den Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Den zuverlässigsten Schutz vor FSME biete die Impfung.

Der beste Schutz ist, Zeckenstiche zu vermeiden. Dazu gibt das Landesamt den Tipp, möglichst den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz zu vermeiden, geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen zu tragen. Auch insektenabweisende Mittel könnten helfen. Zudem sollte zur Routine gehören, nach einem Waldausflug nach Zecken am Körper zu suchen - besonders in Kniekehlen, im Bauch- und Brustbereich sowie in der Leistengegend.

© dpa
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