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Freude in Dresden, Enttäuschung in Halle, Frust in Aue

Dynamo Dresden kann 2024 doch noch gewinnen und hat den Aufstieg wieder im Blick. In Halle bleibt die Sorge um den Klassenverbleib. Und Aue orientiert sich nach unten.
SG Dynamo Dresden - TSV 1860 München
Dynamos Stefan Kutschke (r, halb vedeckt) erzielt gegen Münchens Torwart Marco Hiller das Tor zum 1:0. © Robert Michael/dpa

Pure Erleichterung bei Dynamo Dresden

Die Erleichterung bei allen, die es mit Dynamo Dresden halten, war greifbar. In den Katakomben des Rudolf-Harbig-Stadions sah man die Spieler breit grinsen und sich noch einmal abklatschen, Aufsichtsratschef Jens Heinig und Oberbürgermeister Dirk Hilbert gingen demonstrativ durch den Kabinengang an den Medienleuten vorbei aus dem Stadion. Der 2:1-Sieg gegen 1860 München war nach der turbulenten Woche mit der Beurlaubung von Sportchef Ralf Becker sowie der anhaltenden sportlichen Krise wie ein Befreiungsschlag. «Es ist ja einiges passiert. Die Jungs müssen jetzt einen freien Kopf bekommen», sagte Trainer Markus Anfang, der zugleich hofft, dass der Knoten geplatzt ist.

Zumindest zeigte Dynamo, dass man im eigenen Stadion richtig guten Fußball spielen kann. Und da die nächste Begegnung gegen den Aufstiegsaspiranten SSV Ulm erneut ein Heimspiel ist, muss sich niemand Gedanken machen, wie man die Kluft zwischen Heim- und Auswärtsauftritten überwinden kann. Allerdings warnten alle Protagonisten davor, den Erfolg gegen ganz stark auftretende Löwen überzubewerten. «Wir haben nicht die Champions League gewonnen», sagte Siegtorschütze Lucas Cueto. Für Kapitän und 1:0-Torschützen Stefan Kutschke war vielmehr wichtig, dass die Mannschaft nach den teils beängstigenden Auftritten in Aue und Halle und der massiven Kritik der Öffentlichkeit wieder als Einheit auftrat. «Die Art und Weise, wie das Spiel auch hinten heraus gewonnen wurde, zeigt, dass der Kern der Mannschaft sauber ist», sagte Kutschke und fügte hinzu: «Vor der Reaktion der Mannschaft ziehe ich meinen Hut.»

Halle verpasst nächsten Überraschungserfolg

Gut gespielt, stark gekämpft, aber nichts Zählbares geholt. So lässt sich der Auftritt des Halleschen FC beim 0:1 bei Preußen Münster kurz zusammenfassen. Ein unnötiger Ballverlust, der zu einem blitzschnellen Umschaltspiel der Gastgeber führte, besiegelte die Niederlage. Und damit die Tatsache, dass der HFC trotz der beiden Heimsiege zuletzt nicht aus dem Tabellenkeller der 3. Liga herauskommt. «Es war mehr drin für uns als diese bittere Niederlage. Man hat aber wieder gesehen, was hier für eine Mannschaft auf dem Platz steht und wie sie kämpft», sagte Trainer Sreto Ristic bei «MagentaSport».

Tatsächlich waren die Hallenser ebenbürtig gegen einen Gegner, der nach dem fünften Sieg in Serie den Aufstieg in die 2. Bundesliga ins Visier genommen hat. Nur eben den einen Moment zu nachlässig und selbst im Angriff zu ineffektiv. Ein Kopfball von Dominic Baumann landete an der Latte, in der starken Schlussoffensive wurden die entscheidenden Bälle zu unpräzise gespielt. «Wir hatten auch nach vorn immer wieder unsere Momente. Wir haben es dann aber nicht sauber zu Ende gespielt», beschrieb es Ristic. Die nächste Heimpartie am Samstag gegen das wiedererstarkte Schlusslicht SC Freiburg II wird zu einem Fingerzeig, wohin die Reise des HFC in diesem Frühjahr geht.

Aue verspielt Aufstiegsträume

Das war es dann wohl mit den Aufstiegsträumen des FC Erzgebirge Aue. Ein blutleerer Auftritt führte zu einer 0:2-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken. «Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, waren emotionslos, hatten eine ganz schlechte Körpersprache» schimpfte Trainer Pavel Dotchev in der ARD. Der 0:2-Pausenrückstand war die logische Konsequenz. In einer etwas besseren zweiten Hälfte fehlte dann das Durchsetzungsvermögen, um vielleicht nach einem Anschlusstreffer noch einmal zurückzukommen.

Dotchev hat das Thema Aufstieg abgehakt. «So, wie wir die erste Halbzeit aufgetreten sind, da haben wir wie ein Absteiger gespielt. Und wir brauchen noch Punkte, um den Klassenerhalt zu sichern. Also von daher: Ich gucke eher nach unten, als nach oben zu träumen und mich selber zu belügen», sagte der Coach bei «MagentaSport». Es gebe noch viele Schrauben, an denen zu drehen sei. Die momentan 14 Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz vor den letzten neun Spielen sind für ihn kein Ruhekissen.

© dpa
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