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Aufstiegshoffnungen kleiner - Halle wehrt sich gegen Abstieg

Die Punktgewinne von Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue sind gefühlte Niederlagen. Halles Sieg in Saarbrücken ist dagegen enorm wichtig.
Heiko Scholz
Dynamos Co-Trainer Heiko Scholz steht im Stadion. © Robert Michael/dpa/Archivbild

Dynamo nach spätem Ausgleich am Boden zerstört

Selbst der sonst um keinen Spruch verlegene Interims-Trainer Heiko Scholz wirkte kleinlaut. «Wir brauchen nicht geknickt nach Hause zu fahren. Da war mehr drin. Aber wir haben gegen einen guten Gegner sehr gut mitgehalten», sagte er nach dem 1:1 von Dynamo Dresden beim SSV Jahn Regensburg und versuchte, Optimismus zu verbreiten. Was unter normalen Umständen ein solides Ergebnis gewesen wäre - immerhin sind die Bayern Tabellenzweiter - entpuppte sich als gefühlte Niederlage, weil ein Aufstieg in der 2. Bundesliga immer unwahrscheinlicher wird. Mittlerweile beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz fünf Zähler bei nur noch drei Spielen. Man schaue nur noch von Spiel zu Spiel, sagte deshalb auch Scholz bei «MagentaSport»

Eine richtig starke Vorstellung im ersten Punktspiel nach der Trennung von Markus Anfang reichte nicht, weil Jakob Lewald in der 89. Minute ohne große Not Noah Ganaus im Strafraum zu Fall brachte. Diese Unkonzentriertheit sowie die nicht ausgespielten Kontermöglichkeiten in der Schlussphase waren auch der fehlenden Kraft zuzuschreiben. Nach einer Abwehrschlacht in der letzten halben Stunde waren die Dynamo-Spieler völlig platt.

Und so glich der verwandelte Elfmeter von Christian Viet die Führung durch Stefan Kutschke noch aus. «Regensburg hat eine unglaubliche Wucht durch ihre Körperlichkeit. Es ist sehr schwer, die ständigen Flanken zu verteidigen», sagte Scholz in der ARD. Die Spieler waren frustriert. «Mir fehlen die Worte. Wenn es etwas Positives gibt, sollten wir es mitnehmen in die letzten Spiele. Aber das wird paar Tage dauern», sagte Robin Meißner.

Hallescher FC schöpft Hoffnung im Abstiegskampf

Der 1:0-Premierensieg beim 1. FC Saarbrücken und das 1:1 von Waldhof Mannheim beim SC Verl haben dem Halleschen FC neuen Mut eingehaucht. Der Abstieg kann bei nur noch einem Zähler Rückstand auf den rettenden 16. Platz vielleicht doch noch vermieden werden, zumal man das vermeintlich leichtere Restprogramm hat. «Wir sind wieder da. Es wird spannend bis zum Ende. Und dann schauen wir mal, was dabei rumkommen wird», sagte HFC-Trainer Stefan Reisinger bei «MagentaSport».

So langsam greift das neue System unter Reisinger. Die Schießbude der Liga blieb zum zweiten Mal hintereinander geschlossen und auch im Spiel nach vorn sieht man neues Selbstbewusstsein. Und auch eine weitere Maßnahme zahlte sich aus. Der unter Trainer Sreto Ristic aussortierte Henry Crosthwaite wurde begnadigt und bedankte sich dafür mit dem Siegtor. «Ich bin erst in der Woche wieder nach Halle gekommen, habe mich zuvor persönlich fit gehalten. Es ist typisch und unfassbar, dass dann so etwas passiert», sagte der Matchwinner in der ARD. Der Glaube an den Klassenverbleib sei bereits vor dem Spiel da gewesen. «Jetzt ist er vielleicht noch etwas größer», sagte Crosthwaite.

Kein positiver Stress: Aue muss Aufstiegshoffnungen begraben

Das war es nun wirklich mit der Hoffnung des FC Erzgebirge Aue, vielleicht doch noch in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Nach dem 2:2 bei Borussia Dortmund II ist auch rechnerisch so gut wie klar, dass die Veilchen in der nächsten Saison weiter 3. Liga spielen müssen. Der angekündigte «positive Stress», den sich die Mannschaft nach dem 2:1 gegen Unterhaching auferlegen wollte, wurde zu einem schweren Rucksack. «Die Mannschaft weiß, dass sie sehr fehlerhaft gespielt hat. Wie haben viele einfache Fehler gemacht. Wir haben zu kompliziert gespielt», sagte Trainer Pavel Dotchev bei «MagentaSport».

Immerhin zeigten die Auer Kämpferqualitäten, kamen auch nach dem Rückstand in der 90. Minute noch einmal zurück. «Nach dem 2:1 in den letzten Minuten haben wir auch angefangen, gradliniger zu spielen. Das war nicht schön, aber effektiv. Wir haben aber alles zu kompliziert gemacht und deshalb nicht gewonnen», sagte Dotchev. Erik Majetschaks Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit bedeutete deshalb wenigstens einen kleinen Trost. Für die Auer kommt es nun in den letzten drei Spielen darauf an, ordentliche Leistungen abzuliefern. Denn vor allem im Abstiegskampf können die Erzgebirger noch das Zünglein an der Waage sein.

© dpa
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