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Viel Resonanz auf Demo gegen Rechtsextremismus

Die Welle von Demonstrationen gegen rechtsextreme Umtriebe ebbt in Deutschland nicht ab. In Dresden soll es am Sonntag schon zum dritten Mal binnen weniger Wochen zu einer großen Kundgebung kommen.
Demonstrationen gegen rechts – Dresden
Blick von dem Balkon der Semperoper auf die Großdemonstration des Dresdner Aktionsbündnisses „Wir sind die Brandmauer Dresden“ auf dem Theaterplatz. © Daniel Schäfer/dpa

Es geht um eine Brandmauer gegen rechts: Die Organisatoren der Dresdner Großkundgebung für Demokratie und gegen rechtsextreme Umtriebe rechnen an diesem Sonntag mit einer regen Beteiligung. Die Resonanz sei schon groß, sagte eine Sprecherin des Aktionsbündnisses «Wir sind die Brandmauer» am Freitag der Deutschen Presse- Agentur (dpa). Für die Demo auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche soll es auch musikalische Unterstützung geben, so von Liedermacherin Dota Kehr, der Band Jeremias und dem Dresdner Musiker Ezé Wendtoin.

Als Rednerin wird unter anderen Klima-Aktivistin Luisa Neubauer von Fridays for Future Deutschland erwartet. «Woche für Woche entzaubern hunderttausende Menschen in diesem Land die rechtsextreme Erzählung von einer Gesellschaft des Hasses und der Ausgrenzung. Wir alle zeigen die Demokratie von ihrer schönsten Seite - und die ist offenen, tolerant, solidarisch und liebevoll», sagte Neubauer der dpa. Keine der großen Krisen, und auch nicht die Klimakrise, könne man wirksam bekämpfen, wenn das demokratische Fundament bröckele.

Neubauer rief dazu auf, der «Sprache des rechten Hasses» konsequent zu begegnen. «Wir gucken nicht weg, wenn rechtsextreme Phrasen von Politikern der demokratischen Mitte genutzt werden und benennen es als einen Rechtsruck, der in dem Augenblick, in dem er mit Wörtern geformt wird, ein Stück Realität schafft.»

Neben Neubauer soll auch Nora Goldenbogen, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden, auf der Bühne stehen. «Wir dürfen ein weiteres Erstarken des Rechtsextremismus nicht zulassen. Deshalb ist es wichtig, dass viele, unterschiedliche Menschen gemeinsam auf die Straße gehen, um für die Demokratie einzustehen.» Aber auch im Alltag dürften Antisemitismus und andere menschenfeindliche Einstellungen nicht unwidersprochen bleiben. «Wir müssen das 'Nie wieder!' sehr ernst nehmen. Nicht erst jetzt ist der Zeitpunkt aufzustehen, damit sich Geschichte nicht wiederholt.»

Hintergrund sind Recherchen von Correctiv. Das Medienhaus hatte unlängst ein Treffen von Rechtsradikalen mit Politikern von AfD und CDU in einer Potsdamer Villa im November 2023 öffentlich gemacht. Dort sprach Martin Sellner, früher Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, nach eigenen Angaben über «Remigration». Wenn Rechtsextreme den Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll - auch unter Zwang. Das löste bundesweit Proteste statt. In Dresden ist es bereits die dritte Großdemo binnen weniger Wochen.

Nach der Auftaktkundgebung auf dem Neumarkt soll sich ein Demonstrationszug durch die Altstadt über den Schlossplatz und die Augustusbrücke bis zur Staatskanzlei und zurück zum Ausgangspunkt bewegen. Dort soll am Ende wie zuletzt in München ein Lichtermeer entstehen.

Mitorganisator Tim Schumann sagte: «Wir dürfen als Gesellschaft nicht zulassen, dass Menschen in unserem Land ausgegrenzt und verfolgt werden. Wir wehren uns gegen den Rechtsruck und nehmen Rechtsextremismus und widerwärtige Deportationsfantasien nicht schweigend hin! Deswegen gehen wir am Sonntag in Dresden und bundesweit auf die Straßen.» Auch in Bautzen ist ein Sonntag eine große Kundgebung zur Stärkung der Demokratie geplant.

© dpa
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