Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Nahverkehr steht still: Tausende bei Demo auf Brücke

Ein Warnstreik lässt an vielen Orten Busse und Straßenbahnen stillstehen. Tausende Bus- und Bahnfahrer aus drei Bundesländern demonstrieren auf einer Rheinbrücke. Weitere Streiks könnten folgen.
Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr
Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr . © Laszlo Pinter/dpa

Der bundesweite Warnstreik im Nahverkehr hat auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland vielerorts Busse und Straßenbahnen zum Stillstand gebracht. In vielen Städten kam der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) am Freitag komplett zum Erliegen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft bis Schichtende am Freitag zum Warnstreik im kommunalen und im privaten Busverkehr. Tausende Beschäftigte aus Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland demonstrierten am Freitag für bessere Arbeitsbedingungen auf einer Rheinbrücke zwischen Mainz und Wiesbaden. Laut Polizei kamen rund 3000, laut Verdi etwa 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Kundgebung.

Die Auswirkungen

In der Landeshauptstadt Mainz waren seit Streikbeginn am Donnerstagabend weder Busse noch Straßenbahnen unterwegs, wie das örtliche Verkehrsunternehmen mitteilte. Auch in Kaiserslautern, Pirmasens, im Kommunalverkehr Rhein-Nahe stand unter anderem der Busverkehr still. In Trier und Koblenz kam es ebenfalls zu erheblichen Auswirkungen. Der Streik betraf nach Gewerkschaftsangaben zudem den gesamten Überland- und Schülerverkehr.

Die Saarbahn in Saarbrücken erwartete einen Ausfall aller Busverbindungen der insgesamt 40 Saarbahn-Linien bis in die Nacht zu Samstag. Betroffen sind auch alle Schulbuslinien. Zudem bestreikt werden die Neunkircher Verkehrs GmbH (NVG), die Völklinger Verkehrsbetriebe (VVB) und die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis (KVS) in Saarlouis und in Lebach.

Fahrgästen wurde empfohlen, sich bei den jeweiligen Verkehrsunternehmen zu informieren - etwa übers Internet oder per Servicetelefon.

Die Forderungen

Zu den Kernforderungen von Verdi gehören eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, mehr Urlaub, zusätzliche Entlastungstage für Schicht- und Nachtarbeit sowie die Begrenzung geteilter Dienste und unbezahlter Zeiten im Fahrdienst. Im privaten Busgewerbe fordert Verdi eine Tariflohnerhöhung, um die Folgen der Inflation auszugleichen.

Bei der Kundgebung zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen rief Verdi-Bundesvize Christine Behle unter vielem Applaus und bei strahlendem Sonnenschein: «Wir haben längst die Schnauze voll!» Es gebe in der Branche «viel zu viel Arbeit für viel zu wenige Menschen». Behle ergänzte: «Es kann nicht sein, dass wir an den Endhaltestellen nicht mal Zeit haben, auf die Toilette zu gehen.» Bundesweit seien rund 15.000 Stellen unbesetzt im ÖPNV. Die Arbeit hier müsse besser bezahlt werden.

Am kommenden Montag stehen nach Angaben des Verdi-Verhandlungsführers in Rheinland-Pfalz, Marko Bärschneider, Verhandlungen mit dem kommunalen Arbeitgeberverband an. «Wir haben die Erwartung, dass wir ein verhandlungsfähiges Angebot bekommen», sagte Bärschneider. Weitere Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr seien nicht ausgeschlossen.

Im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe hatte Verdi unlängst eine Urabstimmung angekündigt. Sollte es keine Einigung geben, könnte es auch zu längeren Streiks kommen.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Tv & kino
Die Filmstarts der Woche
Nikita Buldyrski
Kultur
Alfred-Kerr-Darstellerpreis für Nikita Buldyrski
Königslauf in Dänemark
People news
Erster Royal Run für Frederik als König
Online-Plattform X
Internet news & surftipps
Musk lässt Twitter-Webadressen auf x.com umleiten
Unechte Karettschildkröte schwimmt im Meeresmuseum von Stralsund
Das beste netz deutschlands
So gelingen Fotos durch die Glasscheibe eines Aquariums
KI Symbolbild
Internet news & surftipps
Europarat verabschiedet KI-Konvention
Ukrainischer Sportminister Matwij Bidnyj
Sport news
Die Ukraine bestätigt ihre Olympia-Teilnahme
Eine Auswahl von Lakritzsüßigkeiten
Familie
Nascherei mit Folgen: Wer bei Lakritz aufpassen sollte