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Weniger Badetote in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr mindestens 47 Menschen ertrunken. Damit ist die Zahl der tödlichen Badeunfälle im bevölkerungsreichsten Bundesland entgegen dem Bundestrend rückläufig, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mitteilte. Sie hatte im Jahr 2022 noch 56 Todesfälle bei Badeunfällen in Gewässern und Schwimmbädern von NRW verzeichnet.
Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG)
Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) fahren bei einer Übung in einem Rettungsboot. © Uwe Anspach/dpa

Im Unterschied zur Vorjahresentwicklung ereigneten sich in NRW 2023 zu Beginn der Badesaison mehr tödliche Badeunfälle, im Spätsommer und im Frühherbst hingegen deutlich weniger. Bundesweit stellte die DLRG - anders als in NRW - im September eine deutliche Zunahme fest. Das Wetter gilt als ein wesentlicher Faktor für die Zahl der Badeunfälle, weil an sonnigen und warmen Tagen deutlich mehr Menschen die Gewässer aufsuchen.

Deutschlandweit sind im vergangenen Jahr mindestens 378 Menschen ertrunken und damit deutlich mehr als ein Jahr zuvor. 2022 waren es noch 355 tödliche Badeunfälle. Besonders gefährlich waren die in der Regel unbewachten Binnengewässer: 90 Prozent der Todesfälle hätten sich dort ereignet, wo dann im Ernstfall keine Rettungsschwimmer eingreifen könnten, erklärte die Präsidentin der DLRG, Ute Vogt. In Nordrhein-Westfalen stehen in der Statistik wie im Vorjahr Flüsse mit Abstand an der ersten Stelle, gefolgt von Seen und Kanälen.

Mehr als zwei Drittel der Badetoten in NRW sind männlich. Im bundesweiten Durchschnitt sind in der langjährigen Betrachtung sogar etwa 80 Prozent männlich. Nach Altersgruppen betrachtet gab es die meisten Badetoten im Bereich 36 bis 40 Jahre sowie 56 bis 60 Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr starben 2023 nach den Daten der DLRG weniger Kinder und Jugendliche bei tödlichen Badeunfällen im bevölkerungsreichsten Bundesland.

© dpa
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