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Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote in NRW

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf 640.000 gestiegen - die Zahl der Verkehrstoten ist dennoch leicht gesunken. Das geht aus der neuen Verkehrsunfallstatistik hervor, die NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag in Düsseldorf vorgestellt hat. 450 Verkehrstote zählte die Polizei demnach - zwei weniger als im Vorjahr. Der niedrigste Stand war im Pandemiejahr 2021 mit 425 Verkehrstoten erfasst worden.
Unfall
Die Leuchtschrift «Unfall» auf dem Dach eines Polizeiwagens. © Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Schwerverletzten sank im vergangenen Jahr sogar um zwölf Prozent. Doch die Zahl der getöteten Fußgänger stieg stark um 55 Prozent auf 101 Unfalltote (Vorjahr 65). Reul warb dafür, dass Fußgänger bei Dunkelheit Reflektoren und helle Kleidung tragen sollten.

Unfälle mit E-Scootern haben sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt. Die Zahl der Unfalltoten stieg dabei von drei auf vier. Die Zahl der illegalen Autorennen stieg ebenfalls weiter an - auf 2144 Rennen. Bei etwa jedem vierten Rennen kam es zu einem Unfall. Die Zahl der dabei getöteten Unfallopfer sank zugleich von zwölf auf drei.

Die Zahl der Unfälle mit der Unfallursache Drogenkonsum stieg um 31,5 Prozent auf 881. Er befürchte einen weiteren Anstieg durch die geplante Cannabis-Legalisierung, sagte Reul. «Wenn die Vernunft auf der Strecke bleibt, ist der Tod Beifahrer.»

Positive Entwicklungen gab es bei Zweirädern. Es wurden 32 Prozent weniger Radfahrer getötet. 36 Radfahrer starben bei Unfällen - 16 weniger als im Vorjahr. Bei den E-Bikes gab es einen Rückgang von 18 Prozent bei den tödlichen Unfällen: 40 Menschen starben bei einem Unfall mit dem Pedelec. Rückläufig war auch die Zahl der getöteten Motorradfahrer: 57 kamen 2023 ums Leben (Vorjahr 62).

«Die Unfallstatistik zeigt, dass die schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich die Fußgänger, stärker geschützt werden müssen. Städte und Kommunen sollten hierzu ein zusammenhängendes Fußwegenetz entwickeln», empfahl ein Verkehrsexperte des Automobilclubs ADAC.

«Um die Unfallzahlen zu senken, fordern wir von allen Verkehrsteilnehmern mehr Rücksichtnahme. Wer das eigene Weiterkommen stört, wird heute schnell zum Feindbild und das Verständnis füreinander schwindet. Wir empfehlen deshalb drei Dinge: Nicht immer auf sein Recht bestehen, auch mal Fehler verzeihen und sich in die Rolle des anderen hineinversetzen.»

Der Fahrradclub ADFC NRW forderte, das Land NRW müsse mehr für sichere Radwege tun. «Oft enden Radwege plötzlich auf der Straße oder sind nur mit Farbe auf die Fahrbahn gemalt.» Beim ADFC-Fahrradklima-Test habe NRW lediglich die Schulnote «ausreichend» erreicht.

© dpa
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