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Zahl der Verkehrstoten in MV auf Tiefststand

Jahrelang wurden die Straßen in Mecklenburg-Vorpommern aufgrund der Opferzahlen zu den gefährlichsten in Deutschland gerechnet. Die Statistik zeigt, dass sich das geändert hat.
Unfallbilanz
Feuerwehrleute sichern eine Unfallstelle auf der Bundestrasse 208. © Jens Büttner/dpa

Die Zahl der Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2023 auf 57 gesunken und hat damit einen historischen Tiefststand erreicht. Wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, verzeichnete der Nordosten bei tödlichen Verkehrsunfällen im Ländervergleich mit 31 Prozent den mit Abstand stärksten Rückgang. 2022 waren auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns 83 Menschen ums Leben gekommen. Bundesweit stieg nach Auswertung der bislang vorliegenden Unfalldaten die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer um etwa 1,5 Prozent auf 2830.

Innenminister Christian Pegel (SPD) wertete den rückläufigen Trend in MV als «ein positives Signal für die konstante Arbeit der Landespolizei, die «Vision Zero» - also null Getötete im Straßenverkehr - zu verwirklichen». Jeder Tote und Schwerverletzte auf den Straßen in Mecklenburg-Vorpommern sei einer zu viel. Nachrichten und Bilder von schweren Verkehrsunfällen ließen immer wieder den Atem stocken. «Daher mein dringender Appell an alle Verkehrsteilnehmer: Lassen Sie sich im Straßenverkehr nicht ablenken, fahren Sie ordnungsgemäß und nehmen Sie Rücksicht auf andere», mahnte Pegel.

Unmittelbar nach dem Mauerfall war im Jahr 1991 mit 624 die höchste Zahl an Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern registriert worden. In jener Zeit gehörte der Nordosten - bezogen auf die Bevölkerungszahl mit etwa 330 getöteten Verkehrsteilnehmern je einer Million Einwohnern - zu den unfallträchtigsten Regionen Deutschlands.

Mit dem Ausbau der Straßen, zusätzlichen Schutzmaßnahmen und als Folge von höheren Sicherheitsstandards in den neuen Autos gingen die Opferzahlen kontinuierlich zurück. Regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen trugen zudem zur Disziplinierung der Kraftfahrer bei. Im Jahr 2012 wurden im Nordosten erstmals weniger als 100 Verkehrstote verzeichnet und seither wurde diese Marke nicht mehr überschritten. Mit 35 getöteten Verkehrsteilnehmern je einer Million Einwohnern lag Mecklenburg-Vorpommern 2023 fast im Bundesdurchschnitt.

Die meisten Todesopfer gab es 2023 im Straßenverkehr gemessen an der Einwohnerzahl in Sachsen-Anhalt mit 59 und in Niedersachsen mit 52 je einer Million Einwohnern, wie das Bundesamt mitteilte. Weit unter dem Bundeswert von 34 Getöteten je einer Million Einwohnern lagen die Stadtstaaten Bremen mit 18, Hamburg mit 15 und Berlin mit 9 Menschen, die starben. Mit 24 Getöteten verzeichnete Nordrhein-Westfalen den geringsten Wert unter den Flächenländern.

Pegel hob hervor, dass Mecklenburg-Vorpommern auch im Bereich der Schwerverletzten mit einem Rückgang um 13 Prozent bundesweit einen Spitzenwert erreicht habe. Laut Statistik erlitten im Vorjahr auf den Straßen des Landes 1105 Menschen schwere Verletzungen, 5093 weitere kamen mit leichten Blessuren davon, ein leichter Zuwachs von 2 Prozent.

Bundesweit zeigt die vorläufige Verkehrsstatistik für das vergangene Jahr in zentralen Punkten einen negativen Trend, sowohl bei den Verkehrstoten als auch bei den Verletzten, deren Zahl um 1 Prozent auf 364.900 stieg. Doch die Zahlen liegen unter dem Vor-Corona-Niveau: Im Vergleich zum Jahr 2019 zogen sich 7,1 Prozent weniger Menschen tödliche Verletzungen zu, 5,0 Prozent weniger Menschen wurden verletzt. Die Gesamtzahl der Unfälle überstieg 2023 erstmals seit 2019 wieder knapp die Grenze von 2,5 Millionen, der Zuwachs im Vorjahresvergleich betrug 4,5 Prozent, wie das Bundesamt weiter mitteilte.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat sprach von einer enttäuschenden Entwicklung und verwies auf die hohe Gefahr von Unfällen auf Landstraßen, denen seit Jahren etwa 60 Prozent der Getöteten zuzuordnen seien. Tempo 80 auf engen Landstraßen wäre daher eine einfach umzusetzende Maßnahme, die sofort Menschenleben retten würde, hieß es. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) erinnerte an das von der Ampel-Regierung ausgegebene Ziel, dass niemand mehr im Verkehr zu Schaden komme, die «Vision Zero». Würde diese ernst genommen, müssten Tempo 120 auf Autobahnen, Tempo 80 auf Landstraßen und Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit eingeführt werden, erklärte der VCD.

© dpa
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