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Mehr als eine halbe Million weniger stationäre Behandlungen

In den Krankenhäusern von Nordrhein-Westfalen sind auch im vergangenen Jahr deutlich weniger Patienten stationär behandelt worden als vor der Pandemie. Landesweit haben knapp 4,1 Millionen Menschen 2022 ein Krankenhaus nach vollstationärer Behandlung verlassen, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Düsseldorf mit. Das waren zwar gut 10.000 mehr Patienten als im Jahr 2021, aber gut 567.000 Patienten weniger als noch im Jahr 2019.
Krankenhaus
Krankenbetten stehen in einem Gang in einem Krankenhaus. © Lukas Barth/dpa/Symbolbild

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert umgehende Schritte der Landesregierung, um gerade die Krankenhäuser im ländlichen Bereich zu sichern. «Die Krise kommt daher, dass die Auslastung so niedrig ist wie sie ist», sagte Vorstand Eugen Brysch. Bis die Krankenhausreform in NRW greife, seien Krankenhäuser, die in ländlichen Regionen erhalten werden müssten, bereits in Insolvenz. In den Ballungszentren gebe es hingegen eine Überversorgung, das müsse man klar benennen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will noch in diesem Monat eine Initiative zur finanziellen Stärkung der Krankenhäuser in den Bundesrat einbringen. Details dazu sollen in der kommenden Woche vorgestellt werden. Die NRW-Krankenhausplanung mit einer stärkeren Spezialisierung und Abstimmung der Krankenhäuser in den einzelnen Regionen werde planmäßig bis Ende 2024 stehen, hatte Laumann Anfang dieser Woche beim Deutschen Krankenhaustag in Düsseldorf erklärt.

Im Zeitraum 2010 bis 2016 war die Zahl der stationären Behandlungen in den Krankenhäusern von NRW kontinuierlich gestiegen und hatte dann 2019 mit knapp 4,66 Millionen Patienten den höchsten Stand im vergangenen Jahrzehnt erreicht, wie aus früheren Daten hervorgeht.

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen verwies darauf, dass die Häuser auch noch 2022 umfangreiche Einschränkungen insbesondere durch Personalausfälle hatten. Dabei spielten Corona-Infektionen die zentrale Rolle, sagte ein Sprecher. Deshalb seien planbare nicht akute Operationen verschoben worden. Die Entwicklung sei von Haus zu Haus sehr unterschiedlich. Einige Häuser hätten inzwischen annähernd das Vor-Pandemie-Niveau erreicht. Die meisten Häuser litten jedoch darunter, dass die Zahlen noch deutlich darunter lägen, während die Kosten unter anderem für Energie und Personal massiv gestiegen seien.

Wie in den beiden Jahren zuvor waren auch 2022 Krankheiten des Kreislaufsystems (608.300 Fälle) und Krankheiten des Verdauungssystems (412.600 Fälle) die Diagnosebereiche mit den meisten Behandlungsfällen, wie das Statistische Landesamt zu den Krankenhausaufenthalten erläuterte. Den höchsten Patientenanstieg unter den häufigsten Diagnosebereichen gab es bei Krankheiten des Atmungssystems (277.145 Fälle) mit einem Plus von fast 10 Prozent.

© dpa
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