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Große Geduldsprobe für Autofahrer im Berufsverkehr

In NRW blieben Straßenbahnen und U-Bahnen am Donnerstag wegen eines Warnstreiks in den Depots. Viele Menschen wichen auf das Auto aus.
Große Geduldsprobe für Autofahrer im Berufsverkehr
Berufspendler fahren mit ihren Autos über die Zoobrücke nach Köln. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Wegen eines Warnstreiks im Nahverkehr ist der Donnerstagmorgen für viele Autofahrer in den beiden größten Städten von Nordrhein-Westfalen eine harte Geduldsprobe gewesen. Auf etlichen Hauptverkehrsachsen in Köln und Düsseldorf staute sich der Verkehr, wie dpa-Reporter berichten. Nach der Stau-Übersicht des NRW-Verkehrsministeriums mussten Fahrer auf vielen Straßenabschnitten Verzögerungen von 10, 15 oder 20 Minuten in Kauf nehmen, die sich dann bei Routen quer durch die Stadt summierten. Auch in Bonn kam es nach der Online-Übersicht des NRW-Verkehrsministeriums zu Staus mit erheblichen Verzögerungen.

Die Polizeibehörden in Köln und Düsseldorf - die über keine eigenen Staudaten verfügen - erklärten, dass es keine vermehrten Verkehrsunfälle und kein Verkehrschaos gegeben habe. In der Landeshauptstadt war von einem erheblichen Verkehrsaufkommen die Rede.

Donnerstag ist staureichster Tag in NRW

Nach Einschätzung des ADAC Nordrhein nutzten am Donnerstagmorgen offensichtlich mehr Arbeitnehmer das Auto als an Streiktagen der vergangenen Wochen und Monate. Hinzu komme, dass der Donnerstag ohnehin der staureichste Wochentag in NRW sei, wie die Staubilanz 2023 gezeigt habe, sagte ein ADAC-Sprecher der dpa. Außerdem könnte das Ende der Karnevalssession eine Rolle beim hohen Verkehrsaufkommen spielen. Üblicherweise nutzten an solchen Streiktagen zwar viele Arbeitnehmer das Homeoffice. Wer aber in der ersten Wochenhälfte nicht im Büro war, müsse möglicherweise nun wieder hinfahren.

Staurisiko in Stadtzentren ist an Streiktagen groß

Das Staurisiko sei an Streiktagen erfahrungsgemäß gerade in Innenstädten groß. Auch auf etlichen Autobahnabschnitten in Nordrhein-Westfalen brauchten Autofahrer viel Geduld. Das sei für einen Donnerstag aber nichts Außergewöhnliches, bekräftigte der ADAC-Sprecher.

Die Gewerkschaft Verdi NRW hat Beschäftigte in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Deshalb blieben am Donnerstagmorgen Straßenbahnen und U-Bahnen in den Depots. Nur wenige Linienbusse, die ohnehin von privaten Subunternehmen betrieben werden, können in den Streikregionen fahren. Von dem Warnstreik sind Millionen Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland betroffen. Viele mussten sich eine Alternative für den Weg zur Arbeit, Schule oder zur Kita suchen. Die Verkehrsbetriebe raten Regionalzüge oder S-Bahnen nach Möglichkeit zu nutzen. Auch das Fahrrad ist in Großstädten eine viel genutzte Alternative zu Bussen und Straßenbahnen.

© dpa
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