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Energieversorger muss Betrugsvorwürfe aufklären

Haben Tausende Strom- und Gaskunden der Stadtenergie GmbH überhöhte Tarife gezahlt? Externe Experten untersuchen Betrugsvorwürfe.
Energieversorger muss Betrugsvorwürfe aufklären
Verschiedene Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Dortmunder Energieversorger Stadtenergie hat Betrugsvorwürfe aufzuarbeiten. Auf seiner Homepage räumt das Unternehmen ein, im Zeitraum 2022/23 sei es «zu Unregelmäßigkeiten bei einzelnen Kund*innenabrechnungen gekommen». Dies sei im Frühjahr beim Jahresabschluss für 2023 aufgefallen. Die Stadtenergie GmbH ist eine Tochter der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21).

Über entsprechende Recherchen der «Ruhr Nachrichten» über Abrechnungsbetrug mit viel zu hohen Tarifen hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Demzufolge könnte der Schaden im Millionenbereich liegen und Zehntausende Strom- und Gaskunden betreffen.

Das Unternehmen nannte zunächst keine Zahlen. «Die Unregelmäßigkeiten bei Stadtenergie werden umfassend aufgeklärt», hieß es auf der Homepage. Die DEW21 habe bei ihrer Tochtergesellschaft, die laut eigener Werbung kostengünstig Ökostrom und Ökogas anbietet, «eine Reihe notwendiger Maßnahmen eingeleitet». So sei eine Führungskraft umgehend freigestellt und externe Experten seien mit einer genauen Untersuchung des Vorfalls betraut worden. Zu den laufenden Untersuchungen könnten zunächst keine weiteren Auskünfte erteilt werden, hieß es.

«Das Unternehmen hat Kontakt zur Staatsanwaltschaft aufgenommen. Eine Strafanzeige wurde bislang nicht erstattet.». Kunden, die von fehlerhaften Abrechnungen betroffen seien, würden schnellstmöglich informiert und falsche Abrechnungen selbstverständlich korrigiert. Die Kunden müssten nicht selbst aktiv werden. «Die entstandenen Unannehmlichkeiten bedauern wir.» DEW21 akzeptiere kein unrechtmäßiges Handeln. Die Energieversorgung sei durch den Vorfall nicht gefährdet.

© dpa
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