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Trainer und Werder-Spieler einig: Brauchen neue Spieler

Vor dem ersten Bundesliga-Spiel 2024 beim VfL Bochum herrscht Unruhe bei Werder Bremen. Trainer und Spieler fordern Neuzugänge für den dünnen Kader. Ein Abwehrspieler aus Argentinien soll kommen.
Rafael Borré
Werder Bremens Rafael Borre jubelt nach einem Tor. © --/dpa

Endlich geht es wieder los: Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner versuchte im Rahmen seiner Möglichkeiten, Vorfreude auf die Saisonfortsetzung in der Fußball-Bundesliga mit dem Spiel beim VfL Bochum zu versprühen. «Das ist gleich eine richtig harte Aufgabe. Der Wind wird von vorn kommen in Bochum», sagte der 35-Jährige am Freitag bei der Pressekonferenz zur Partie am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN).

In der Winterpause waren Werner und der Verein genug mit anderen Themen beschäftigt: zu wenig Spieler zum Trainingsstart im neuen Jahr, Spekulationen um einen vorzeitigen Abgang von Frankfurts Leihstürmer Rafael Borré, das verkorkste Testspiel gegen den Zweitliga-Vorletzten Eintracht Braunschweig (1:3). Und vor allem: die Diskussionen um die Leistung und Forderungen nach neuen Spielern in der gerade laufenden Transferperiode für den dünnen Kader.

Am Osterdeich ging es für Bremer Verhältnisse sehr unruhig zu. Dabei ist die sportliche Lage des Clubs vor dem 17. Spieltag nicht brandgefährlich. In den acht Spielen vor Weihnachten kassierten die Bremer nur zwei Niederlagen - und diese gegen die Top-Teams Bayer Leverkusen und VfB Stuttgart. «Das zeigt, dass wir mit dem Kader konkurrenzfähig sind», meinte Werner. Als Tabellen-13. liegt seine Mannschaft sechs Punkte vor dem 1. FC Köln, der auf dem ersten direkten Abstiegsplatz steht.

Die Stimmung an der Weser war in den vergangenen Tagen dennoch deutlich schlechter. Zu dem Bild trugen auch die Forderungen von Werner und von Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt nach neuem Personal bei.

«Ich würde mir schon wünschen, dass wir Jungs dazu gewinnen, die uns sofort helfen können», hatte Bittencourt (30) am Mittwoch in einer Medienrunde gesagt. «Das war in den letzten Jahren nicht wirklich der Fall. Da haben wir Jungs dazu bekommen, die ein Stück weit Zeit brauchten, die Liga kennenzulernen.» Auch Abwehrspieler Niklas Stark (28) hatte gemeint: «Natürlich wäre es gut, wenn wir den einen oder anderen dazubekommen würden - in der Dreierkette, aber auch auf anderen Positionen.»

In mehreren Medien verriet nun der am Saisonende scheidende Sport-Geschäftsführer Frank Baumann seine Einkaufs-Pläne bis zum 1. Februar. «Wir möchten unseren Kader nachhaltig zusammenstellen», sagte der Ex-Profi. Am Freitag wurde bekannt, dass die Bremer kurz vor der Verpflichtung des Argentiniers Julian Malatini vom Erstliga-Club Defensa y Justicia stehen. Der Innenverteidiger ist 22 Jahre alt.

«Da wir bereits über genügend erfahrene Spieler verfügen, werden wir uns mit jungen Spielern verstärken, die den Konkurrenzkampf sofort erhöhen können, sich aber vermutlich erst mal hintanstellen müssen und auch ein Vorgriff auf den Sommer sind», meinte er weiter. Gesucht werde nach einem Spieler für die Dreier-Abwehrkette und einem Profi für das Mittelfeld.

«Ich bin absolut von dem Kader überzeugt, wie er jetzt gerade aussieht», sagte Baumann. «Über den Erfolg oder Misserfolg einer Mannschaft entscheidet nicht der Kaderplatz 22-25, sondern die ersten 18-20 Spieler und da sind wir absolut konkurrenzfähig.»

Doch die Transferpolitik ist schon seit Saisonbeginn fester Bestandteil der Debatten rund um Werder. Maßgeblich verantwortlich für Zu- und Abgänge ist neben Baumann der Profifußball-Chef Clemens Fritz (43), der sich Hoffnungen auf die Baumann-Nachfolge macht und noch immer auf eine Entscheidung wartet.

Von den Spielern, die im Sommer kamen, überzeugten der nach einer Leihe zurückgekehrte Offensiv-Mann Justin Njinmah (23), der Kolumbianer Borré (28) und Mittelfeldspieler Olivier Deman (21). Borré will allerdings laut Medienberichten nach Südamerika wechseln. «Bei uns hat sich niemand gemeldet», sagte Clemens Fritz, Leiter Lizenzspieler, am Freitag.

Der Königstransfer Naby Keita (28) kam wegen Verletzungen und Krankheiten indes gerade einmal auf 81 Spielminuten in 16 Spielen. Jetzt fehlt der Guineer wegen der Teilnahme am Afrika-Cup. Der Pole Dawid Kownacki (26) ist bei neun Einsätzen noch ohne Torerfolg. Auch der Belgier Senne Lynen kommt kaum zum Einsatz.

In Bochum muss Werner noch auf neue Kräfte noch verzichten. Eine Woche später zum Rückrunden-Auftakt beim deutschen Meister Bayern München könnte er dann schon mindestens einen Neuzugang zur Verfügung haben.

Redaktionshinweis: Bevorstehender Transfer des Argentiniers Julian Malatini im 6. Absatz

© dpa ⁄ Claas Hennig, dpa
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