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Wann geht Borré? Weiter Unruhe bei Werder

Wie schon im vergangenen Sommer geht es in der Transferphase mal wieder sehr unruhig zu bei Werder Bremen. Profifußball-Chef Clemens Fritz hat viel zu tun. Und auch der Ex-Manager macht sich Sorgen.
Clemens Fritz
Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz betritt das Stadion. © David Inderlied/dpa

Das Management hielt Wort. Noch vor dem schweren Auswärtsspiel beim FC Bayern München (Sonntag, 15.30 Uhr/Sky) präsentierte Werder Bremen in dieser Woche die dringend benötigte Verstärkung für die Abwehr. Der Argentinier Julian Malatini (22) ist zwar ein talentierter und ob seines Wechsels in die Fußball-Bundesliga auch geradezu euphorisierter Neuzugang («Das ist eine riesige Chance, die man auf keinen Fall auslassen sollte»). Für Ruhe hat seine Verpflichtung in Bremen aber noch nicht gesorgt.

Geschäftsführer Frank Baumann und Profifußball-Leiter Clemens Fritz suchen noch mindestens einen weiteren neuen Spieler. Und sie waren auch ziemlich verärgert darüber, dass sich ihr bis zum Saisonende ausgeliehener Stürmer Rafael Borré in dieser Woche schon im Trikot seines künftigen Clubs SC Internacional Porto Alegre aus Brasilien fotografieren ließ. Dorthin wird er spätestens im Sommer wechseln.

Aber geht der Kolumbianer womöglich schon früher? Und welches Gesicht hat Werder in der zweiten Hälfte der Saison? Diese Fragen sind noch nicht zweifelsfrei geklärt. Auch wenn Fritz am Freitag bei der Pressekonferenz zum Bayern-Spiel noch einmal betonte: «Wir planen ganz normal mit Rafa und haben das auch mit ihm besprochen. Rafa war keiner, der irgendwie Druck auf uns ausgeübt oder irgendwelche Forderungen gestellt hat. Für uns ist wichtig, dass er hier ist. Wir haben kein Interesse, ihn abzugeben.»

Dennoch droht den Bremern, dass sie ihre Kaderplanung wie schon im Sommer erst kurz vor dem Ende der Transferperiode am 31. Januar abschließen können. Das lässt sich bei der Finanzlage des Clubs kaum ändern. Aber das tut der Stimmung bei Werder nicht gut.

Genau in dieser Phase verweist der langjährige Werder-Manager Klaus Allofs auch noch auf ein anderes Problem. Im Podcast des Multimediaportals «Deichstube» sagte der aktuelle Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf sinngemäß, dass es die Autorität des von ihm einst nach Bremen geholten Clemens Fritz' nicht gerade stärke, wenn er nach Monaten des Auswahlverfahrens immer noch nicht wisse, ob er im Sommer zum Baumann-Nachfolger befördert werde oder nicht.

Es sei zwar legitim, dass sich der Aufsichtsrat auch mit externen Kandidaten beschäftige, sagte Allofs. «Man muss aber auch wissen, dass man Clemens Fritz zumindest ein wenig infrage stellt. Es soll kein Ratschlag sein, aber ich kann nur sagen, wie ich es machen würde: Es wäre sinnvoll, schnell eine Entscheidung zu treffen, um da nicht zu viel kaputtzumachen.»

In München antreten muss Werder am Sonntag auch noch. Und das ohne die gesperrten Marvin Ducksch und Leonardo Bittencourt. Eigentlich war es in den vergangenen Jahren immer egal, wer bei Werder mitspielte oder auch nicht. Denn keines des vergangenen 28 Bundesliga-Spiele gegen den FC Bayern haben die Bremer gewinnen können. Eine so schlechte Bilanz zwischen zwei Clubs ist in der Geschichte der Liga einmalig.

Wie man die endlich einmal ändern könne? «Gut verteidigen. Mutig sein. Unsere Räume finden. Zielstrebig abschließen. Es wird von uns in allen Spielphasen eine Topleistung brauchen. Und die Bayern müssen auch ein Stück weit eine Tür aufmachen», sagte Trainer Ole Werner dazu. Als die Bremer 2009 zum letzten Mal in München gewannen (5:2), hieß der Bayern-Trainer noch Jürgen Klinsmann. Und einer von Werders Torschützen Mesut Özil.

© dpa ⁄ Sebastian Stiekel, dpa
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