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Schüler zeigen Hitlergruß auf Auschwitz-Fahrt: Ermittlungen

Jugendliche wollen das NS-Vernichtungslager Auschwitz besuchen - und posten ein Video mit Hitlergruß. Sie sollen dabei betrunken gewesen sein. Jetzt interessiert sich der Staatsschutz für den Vorfall.
Blaulicht
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/Symbolbild

Ein Video mit Hitlergruß vor einem Besuch des Vernichtungslagers Auschwitz hat für fünf Schüler aus Laatzen bei Hannover möglicherweise Folgen - der Staatsschutz ermittelt. Der Vorfall sowie die verdächtigen Heranwachsenden seien dem Staatsschutz bekannt, es werde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, teilte die Polizei am Montag mit. Weitere Details wollte die Behörde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Der Schulleiter bestätigte den Vorfall ebenfalls. Die 17-Jährigen hätten «völlig unreif gehandelt», betonte er. Die Schule ordnete Ordnungsmaßnahmen gegen die fünf Jugendlichen an.

Mitte Mai hatten insgesamt 13 Teilnehmer eines Kurses mit ihren Lehrern eine Fahrt ins polnische Krakau unternommen, um die jüdische Geschichte der Stadt zu erforschen, wie Medien berichteten. Auch ein Besuch des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz im damals besetzten Polen stand auf dem Programm.

Am Vorabend des Besuchs in dem Lager sei es zu dem Vorfall gekommen, sagte der Schulleiter der«Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Demnach sahen die Schüler sich Internetvideos unter anderem mit einer Rede Adolf Hitlers an. Vor diesem Hintergrund filmte einer der Zimmergenossen seine offensichtlich angetrunkenen vier Mitschüler, während diese einen Hitlergruß zeigten. Das Acht-Sekunden-Video wurde dann im sozialen Netzwerk Snapchat gepostet. Bekannt wurde dies erst nach der Rückkehr der Gruppe.

«Wir sind natürlich erschüttert und entsetzt», sagte der Schulleiter der Zeitung. «Das ist ein absolut unreifes Verhalten - zumal wir wissen, dass dies nicht der Gesinnung der Schüler entspricht.» Auf dem Video sei zu hören, dass einer der Schüler eine Veröffentlichung noch habe verhindern wollen, es sei aber zu spät gewesen. «Es ist kein bewusst nach außen getragenes politisches Zeichen, aber verhängnisvoll und unreif», sagte er.

Die fünf Jugendlichen sind den Angaben zufolge nach Bekanntwerden des Videos zunächst vom Unterricht suspendiert, die Polizei sei informiert worden. Wenige Tage später hätten die Schüler sich vor den unterrichtenden Lehrern sowie Eltern- und Schülervertretern verantworten müssen. Laut Schulleiter zeigten die 17-Jährigen Reue und entschuldigten sich. Sie müssen sich nun ausführlich in einem Projekt mit der NS-Zeit auseinandersetzen.

Dem Bericht zufolge bemüht sich die Schule seit Jahren darum, die Schülerinnen und Schüler über die Verbrechen der NS-Zeit aufzuklären. Die Schule pflege die Erinnerungskultur, betonte der Schulleiter.

© dpa
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