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Neues Verfahren gegen Ex-Steinhoff-Manager

Wegen Bilanzmanipulation lösten sich beim Möbelhändler Steinhoff im Jahr 2017 Milliardenwerte in Luft auf. Nach zwei Urteilen im Sommer geht die juristische Aufarbeitung des Bilanzskandals weiter.
Landgericht Oldenburg
Außenansicht vom Landgericht Oldenburg. © Sina Schuldt/dpa

Erneut steht ein ehemaliger Manager des Steinhoff-Konzerns wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vor Gericht. Das neue Verfahren am Landgericht Oldenburg beginnt am Montag, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen vor, mehr als 26 Millionen Euro Steuern verkürzt zu haben.

Die Taten sollen sich zwischen Oktober 2008 und August 2012 ereignet haben. Der Geschäftsführer von europäischen Firmen des Möbel-Konzerns soll gegenüber den Finanzbehörden falsche Angaben gemacht haben. Auf diese Weise habe er Steuern in Höhe von mehr als 26 Millionen Euro verkürzt. Ein Urteil könnte Mitte Mai fallen.

Gegen den Ex-Manager fielen schon zwei Urteile

Es ist nicht das erste Verfahren gegen den 64-Jährigen. Anfang September hatte ihn das Landgericht Oldenburg wegen privater Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verurteilt. Er hatte Bonuszahlungen des Steinhoff-Konzerns bewusst verschwiegen und dadurch rund 2,9 Millionen Euro erlangt. Er muss deshalb drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis und eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen zu je 350 Euro zahlen.

Wenige Wochen zuvor hatte das Landgericht den Mann schon in einem anderen Verfahren rund um den Bilanzskandal beim Möbelkonzern verurteilt. Der ehemalige Manager der Unternehmensgruppe wurde für zwei Fälle unrichtiger Darstellung in Bilanzen mit zwei Jahren auf Bewährung bestraft. Sein Kollege wurde zu drei Jahren und sechs Monaten für unrichtige Darstellung in Bilanzen in zwei Fällen und für eine Beihilfe zu Kreditbetrug verurteilt.

Nach einem anderen Angeklagten wird gefahndet

Außer den zwei Managern waren auch der frühere CEO der Steinhoff International Holdings, Markus Jooste, und ein Treuhänder angeklagt. Das Verfahren gegen den Treuhänder wurde gegen eine Zahlung eingestellt. Jooste war zum Prozess nicht erschienen. Er sei weiter zur Fahndung ausgeschrieben, sagte ein Gerichtssprecher.

Steinhoff, aufgebaut von Bruno Steinhoff aus Westerstede, galt lange als Europas zweitgrößter Möbelkonzern. In Deutschland war die Firma für die Kette Poco bekannt, die mittlerweile an den Konkurrenten XXXLutz verkauft worden ist. Das Bekanntwerden der Bilanzmanipulationen vernichtete 2017 den Börsenwert des Unternehmens fast vollständig. Die weltweit agierende Steinhoff International Holdings hat inzwischen ihren Hauptsitz in Amsterdam und wird aus Südafrika gesteuert.

© dpa
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