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Mehr als 1200 Menschen protestieren gegen Schnellweg-Ausbau

Im Streit um den geplanten Ausbau des Südschnellwegs in Hannover haben sich am Sonntag mehr als 1200 Umweltaktivisten zu einem Sonntagsspaziergang getroffen. Die Aktivisten bereiten sich außerdem auf die Räumung von besetzten Bäumen vor.
Proteste gegen Ausbau des Südschnellwegs in Hannover
Demonstranten nehmen an einem Rundgang durch die Leinemasch am Südschnellweg teil. © Julian Stratenschulte/dpa

Mehr als 1200 Menschen haben in Hannover gegen den Ausbau des Südschnellwegs und gegen dafür geplante Baumrodungen protestiert. Die Initiative «Leinemasch bleibt» hatte zu einem «letzten Sonntagsspaziergang in einer Leinemasch ohne Baumstümpfe» eingeladen. «Es sind viele Leute aus ganz Deutschland angereist», sagte Tabea Dammann, Sprecherin der Bürgerinitiative. Die Menschen seien bereit, sich gegen die Rodungen zu stellen. Unterstützung erhielten die Aktivisten laut der Sprecherin auch von Greenpeace und Fridays for Future.

Der Protest verlief laut Polizei zunächst friedlich. «Dann gab am Nachmittag aber einen Durchbruch zu einem von Einsatzkräften abgesperrten Bereich, in dem Bäume besetzt sind», sagte Polizeisprecherin Britta Schwarz. Dabei wurden zwei Polizisten leicht verletzt. Die Beamten setzten auch Pfefferspray ein.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte angekündigt, dass die Vorbereitung des Baufeldes am Montagmorgen beginnen soll. Von Sonntagabend an bis voraussichtlich zum kommenden Freitag werde der Südschnellweg gesperrt.

Die Aktivisten rechnen damit, dass auch die Räumung eines Protestcamps sowie die Räumung besetzter Bäume bevorsteht. Spätestens Montagfrüh könnte dann auch die Rodung zentraler Teile des Landschaftsschutzgebietes an den Ricklinger Kiesteichen starten. Die Dauermahnwache in der Leinemasch ist laut einer Sprecherin von «Leinemasch bleibt» bis Montag angemeldet.

Aktivisten hatten unter anderem Bäume besetzt und versucht, die Baumhäuser neben der Mahnwache mit einem Wassergraben und Stacheldraht sowie Barrikaden zu schützen. Sie befestigten sich außerdem mit Seilen in den Bäumen.

Der Ausbau der wichtigen Schnellstraße im Süden Hannovers soll helfen, den oftmals stark stockenden Verkehr zu entzerren. Geplant ist ein neuer Tunnel, der in den kommenden Jahren eine marode Brücke ersetzen soll. Anfang Dezember 2022 begannen die Bauarbeiten für das umstrittene Projekt unter anderem mit Baumrodungen im Überschwemmungsgebiet der Leine.

Immer wieder gab es Streit zwischen Umweltschützern und Befürwortern des Projektes. Die Gegner lehnen vor allem die geplante Verbreiterung der Schnellstraße von 14,50 auf 25,60 Meter ab. Der geplante Ausbau ersticke die Verkehrswende, sagte die Sprecherin.

Die Kosten für das vom Bund finanzierte Projekt wurden zuletzt auf rund 580 Millionen Euro geschätzt, bis zu zehn Jahre soll die Bauzeit dauern.

© dpa
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