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Fanhilfe Hannover kritisiert Geldstrafe durch den DFB

Im November 2023 gibt es im Spiel zwischen St. Pauli und Hannover Auseinandersetzungen zwischen 96-Fans und der Polizei. Der DFB spricht eine Geldstrafe gegen Hannover aus. Jetzt gibt es Kritik.
FC St. Pauli - Hannover 96
Gegenstände werden aus dem Fanblock der Hannoveraner auf Einsatzkräfte der Polizei geworfen. © Axel Heimken/dpa

Die Fanhilfe Hannover hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) für das Verhängen einer 60.000-Euro-Geldstrafe kritisiert. Das DFB-Sportgericht hatte die Strafe verhängt, da es im November 2023 während des Zweitliga-Spiels des FC St. Pauli gegen Hannover 96 Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und 96-Fans gegeben hatte und die Partie zeitweise unterbrochen werden musste. Anscheinend sehe der DFB «die Fans im Gästebereich als alleinigen Auslöser und gibt diesen die Schuld für die unterbrochene Partie», hieß es in einer Mitteilung der Fanhilfe von Mittwoch.

Für die Fanhilfe sei der Einsatz der Beamten «unverhältnismäßig» gewesen: «Im Vorfeld kam es im Block zu Unstimmigkeiten zwischen zwei kleinen Gruppen an 96-Fans. Die Situation beruhigte sich jedoch wieder und war vor dem Betreten des Blocks durch die Polizei bereits geklärt.» Die Polizei hatte schon im November erklärt, in den Block gegangen zu sein, um «Schlimmeres zu verhindern». Auch die Fanhilfe St. Pauli hatte seinerzeit Kritik an dem Einsatz geübt.

In der Urteilsbegründung des DFB-Sportgerichts heißt es: «Nach Betreten des Gästeblocks attackierten Hannoveraner Anhänger die Polizeikräfte massiv mit geworfenen Bierbechern und Fahnenstangen. Ein Polizist ging dabei zu Boden und wurde weiterhin angegriffen.» Insgesamt wurden nach Polizeiangaben 32 Personen, darunter 17 Polizisten, verletzt.

Die Fanhilfe Hannover kritisierte auch eine mangelnde Kommunikation: «Präventiv wäre auch das Fanprojekt Hannover oder die Fanbetreuung vor Ort schlichtend zur Seite gestanden. Diese wurden im Vorfeld der Auseinandersetzung jedoch nicht einmal kontaktiert.» Hannover 96 hat den Spruch des DFB-Sportgerichts und die Geldstrafe akzeptiert. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

© dpa
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