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Selimbegovic fordert «gewisse Lockerheit» im Abstiegskampf

Im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga will Hansa Rostocks Trainer ein Verkrampfen der Mannschaft verhindern. Besonders ein Mannschaftsteil muss sich in den kommenden Wochen steigern.
Mersad Selimbegovic
Rostocks Trainer Mersad Selimbegovic geht vor Spielbeginn über den Platz. Hansa Rostock trifft auf Kaiserslautern. © Carmen Jaspersen/dpa

Vor den Duellen mit den ebenfalls akut abstiegsbedrohten direkten Konkurrenten hat Hansa Rostocks Clubchef Robert Marien den Druck erhöht. «Wenn du sie verlierst, hast du in der Liga nichts zu suchen», hatte der 43-Jährige Sky gesagt. Hansa trifft am Samstag (13.00 Uhr/Sky) auf den Tabellen-16. und punktgleichen 1. FC Kaiserslautern, am Freitag folgt das Duell gegen Eintracht Braunschweig, derzeit auf dem 15 Tabellenplatz. Rostock steht nach 23 Spieltagen auf dem 17. Tabellenplatz der 2. Fußball-Bundesliga. «Jetzt stehen die Wochen der Wahrheit an», sagte Marien.

Allzu viel Druck will Trainer Mersad Selimbegovic seinen Spielern aber am Spieltag nicht mitgeben. «Du musst deine Leistung bringen. Damit du das schaffst, musst du eine gewisse Lockerheit mitnehmen, weil sonst bist du schnell verkrampft und es läuft schnell in falsche Richtungen», sagte der 41-Jährige. «Das ist dann wie in einem schlechten Traum. Du kannst nicht aufwachen, kannst nicht weglaufen. Dann geht nichts.»

Selimbegovic hatte bei Hansa zum neuen Jahr den Trainerposten übernommen, in bislang sechs Spielen aber lediglich fünf Punkte geholt. Resultat: mittlerweile der 17. Tabellenplatz. «Ohne Punkte kommst du nicht vom Fleck», sagte Selimbegovic. Daher ist der Auftrag für die kommenden Spiele klar. Dafür müssen die Hanseaten vor allem torgefährlicher werden. 22 Tore nach 23 Spieltagen - weniger knipste nur der Tabellen-18. VfL Osnabrück. «Wir müssen offensiv viel, viel mehr investieren. Wir müssen uns mehr trauen», sagte Selimbegovic.

Mit einem Sieg gegen Kaiserslautern würde Rostock zumindest die direkten Abstiegsplätze auf jeden Fall verlassen. Die «roten Teufel» hatten im Winter auf die sportliche Talfahrt reagiert und sieben Neuzugänge in die Pfalz gelockt. «Ich hoffe, dass die sich noch nicht gefunden haben», sagte Selimbegovic.

Seit Mitte Februar steuert Friedhelm Funkel die Mannschaft. Zuletzt gab es eine 0:4-Heimniederlage im Südwest-Derby gegen Karlsruhe. Das letzte Ergebnis mache Kaiserslautern jedoch gefährlicher, warnte Selimbegovic: «Du kannst dir vorstellen, was da unter der Woche los ist, was die sich vornehmen.»

© dpa
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