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Pegel legt größtes Wohnungsbauprogramm seit Jahren auf

Der Wohnungsmarkt in MV tickt anders als in Hamburg: Hohe Nachfrage in einigen Regionen trifft auf entspannte Märkte im Binnenland. Auch Leerstand ist mancherorts immer noch ein Thema.
Wohnungsbau in MV
Baugeräte und Material liegen in einem ausgehobenem Bauloch in der Nähe des Ziegelsees. © Jens Büttner/dpa/Archivbild

Wohnungsmangel in Ferienregionen und Uni-Städten in MV bei gleichzeitiger Flaute am Bau: Für das nach Angaben des zuständigen Ministers Christian Pegel (SPD) größte Wohnungsbauprogramm seit seinem Amtsantritt stehen in diesem Jahr mehr als 114 Millionen Euro zur Verfügung. Das teilte Pegel, der seit 2016 die Verantwortung für den Bereich übernommen hat, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Zum Vergleich: Im Vorjahr hatten wir knapp 79 Millionen Euro, also stocken wir um 45 Prozent auf.» Im Jahr 2020 standen demnach lediglich 32 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Land reagiere auf die gestiegene Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum insbesondere in Hochschulstädten und den touristischen Hotspots des Landes, hieß es. Darauf seien die Programme klar ausgerichtet. «Neubau und dessen Finanzierung in Regionen des Landes mit deutlich unter unserer Maximalmiete liegenden Durchschnittsmieten auf dem gesamten dortigen Wohnungsmarkt, die in der Regel keinen Neubau brauchen, machen angesichts der knappen Gelder keinen Sinn», stellte der Minister klar.

Wohnraum ist in MV grundsätzlich genug vorhanden: Ende 2022 gab es laut Minister 931 056 Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern für die rund 1,6 Millionen Einwohner. «Davon waren allein in dem Jahr 5616 Wohnungen neu gebaut worden.»

Dennoch gebe es Regionen, in denen die Situation angespannt sei, weshalb in Rostock und Greifswald die Mietpreisbremse eingeführt wurde. «Gleichzeitig gibt es Regionen, in denen der Wohnungsmarkt weitgehend ausgeglichen ist und auch solche Orte in peripheren ländlichen Lagen, in denen es nennenswerten Leerstand gibt.»

Wichtig für moderate Mieten sei in MV, dass jede zweite Mietwohnung in kommunaler oder genossenschaftlicher Hand sei. Bestandswohnungen müssten an moderne Standards angepasst werden, auch dafür gebe es Förderung - etwa für den Einbau von Aufzügen oder die energetische Sanierung.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) begrüßte die Pläne. «Die Schweriner Landesregierung hat die Zeichen der Zeit erkannt», sagte VNW-Direktor Andreas Breitner. Allerdings sei Geld nicht alles. «Wir brauchen dringend einen Abbau von Bürokratie.» Ein Problem seien auch die hohen Baustandards. Die Mietbreisbremse in Rostock und Greifswald nannte Breitner reinen politischen Aktionismus. «Leider hat die Landesregierung nicht den politischen Schneid, diesen unwirksamen und bürokratischen Eingriff in den Wohnungsmarkt zu stoppen.»

© dpa
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