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Zahl der Sozialwohnungen um zwei Drittel geschrumpft

Seit Jahren gibt es immer weniger Sozialwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Grünen schlagen Alarm. Der Bauminister sagt, es komme nicht allein auf Sozialwohnungen an.
Wohnungen
Blick auf Mehrfamilienhäuser in der Innenstadt. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Die Zahl der mietpreisgebundenen Sozialwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern ist in den vergangenen zehn Jahren um zwei Drittel geschrumpft. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor. Demnach gab es im Jahr 2014 noch 6889 Sozialwohnungen, im Jahr 2023 nur noch 2443. Der wohnungspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Hannes Damm, sprach am Dienstag von alarmierenden Zahlen.

Der Bau von Sozialwohnungen wird staatlich gefördert. Dafür gibt die öffentliche Hand dem Eigentümer einen Miethöchstpreis vor und behält sich auch vor, Mieter dort unterzubringen. In Mecklenburg-Vorpommern gab es der Landesregierung zufolge im Jahr 2015 allerdings kein Programm für sozialen Wohnungsneubau. Danach entstanden jährlich zwischen 20 (2016) und 371 (2021) solcher Wohnungen in MV - zu wenig, wie Damm findet.

«Um flächendeckend sozialen Wohnraum zu schaffen, ist ein entschiedeneres und eigenständigeres finanzielles Engagement der Landesregierung erforderlich», meint er. «Hier darf nicht nur auf Berlin verwiesen werden.» Im vergangenen Jahr entstanden laut Regierung 209 neue Sozialwohnungen in MV. In den vergangenen zehn Jahren zusammen waren es 1607, knapp ein Drittel davon in Rostock. In einzelnen Kommunen wurde jedoch in all diesen Jahren keine einzige Sozialwohnung neu gebaut, so in Stralsund, Güstrow, Parchim und Neustrelitz.

Bauminister Christian Pegel (SPD) gab zu bedenken, dass es bei der Wohnraumversorgung nicht einzig um die Zahl der Sozialwohnungen gehe, sondern um bezahlbaren Wohnraum für alle. «In MV mit einem regional weitverbreiteten Angebot günstiger Wohnungen steht bei der Wohnungspolitik im Vordergrund, diesen Zustand zu erhalten und gleichzeitig zu ermöglichen, dass Bestandswohnungen an moderne Anforderungen angepasst werden», erläuterte er. Neben den mit Mietobergrenzen und Belegungsbindungen versehenen Sozialwohnungen wirke insbesondere das breite Angebot der kommunalen und genossenschaftlichen Vermieter preisdämpfend auf den Wohnungsmarkt. Diese am Gemeinwohl orientierten Unternehmen vermieteten rund jede zweite Wohnung in MV.

Über verschiedene Programme für Modernisierung und Neubau von Sozialwohnungen stellen Bund und Land den Angaben zufolge jährlich Millionenbeträge bereit. Grünen-Vertreter Damm kritisierte, dass die Landesregierung in ihrer Förderung von sozialem Wohnraum keinen Wert auf energetische Standards lege. Damit tappten die Bewohner in eine Heizkostenfalle, sagte er. Die Landesregierung erklärte dazu: «Voraussetzung der Förderung des sozialen Wohnungsbaus ist die Erfüllung der gesetzlichen Standards.»

© dpa
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