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FC Hansa: «Keinerlei Rechtfertigung» für Krawalle

Mit schlimmen Bildern verabschiedet sich der FC Hansa aus der 2. Liga. Die Rostocker arbeiten die Vorkommnisse auf und wollen die Randalierer bestrafen.
Fankrawalle beim FC Hansa Rostock
Schwarzer Rauch und Pyrotechnik ist auf der Südtribüne bei einem Spielstand von 1:2 kurz vor Ende des Spiels zu sehen. © Gregor Fischer/dpa

Nach den Fan-Krawallen beim Saisonfinale hat Zweitliga-Absteiger FC Hansa Rostock Konsequenzen angekündigt. «Klar ist, dass derartige Vorfälle in einem Fußballstadion nichts verloren haben und wir entschieden dagegen vorgehen werden. Im Rahmen unserer Möglichkeiten und dessen, was uns als Fußballverein als Maßnahmen zur Verfügung steht», teilte der Club am Freitag nach einer ersten Aufarbeitung der Geschehnisse beim Spiel gegen den SC Paderborn am vergangenen Sonntag mit.

Der Verein werde versuchen, jeden Randalierer zu identifizieren. «Und dann kommt derjenige oder diejenige in kein Fußballstadion mehr rein. Zumindest nicht mehr in unseres», hieß es in der Mitteilung des Vorstands. Beim 1:2 gegen Paderborn, die den Abstieg der Rostocker besiegelt hatte, hatten Hansa-Anhänger für eine lange Spielunterbrechung gesorgt. In zwei Fanblöcken waren Böller, Raketen und Pyros gezündet und auch aufs Spielfeld geworfen worden. Bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Polizei waren sieben Beamte und ein Club-Mitarbeiter verletzt worden.

Die Hansa-Spitze betonte, es habe sich um «nicht zu tolerierenden Grenzüberschreitungen» gehandelt und bat um Entschuldigung für die Vorkommnisse. «Es gibt keinerlei Rechtfertigung für dieses inakzeptable Verhalten», ließ der Vorstand wissen. Der Club stehe nun erneut am Pranger, auch die Stadt Rostock und das Land Mecklenburg-Vorpommern hätten einen Imageschaden erlitten.

«Der FC Hansa Rostock soll ein Leuchtturm, ein Aushängeschild und Identifikationsfaktor für unsere Region sein. Und niemand sollte sich dafür schämen müssen, Mitglied und Fan, Sponsor und Partner des FC Hansa Rostock zu sein», bekräftigte die Vereinsführung. In der kommenden Woche werde die Aufarbeitung der Vorfälle fortgesetzt. «Im Ergebnis sollen konkrete Maßnahmen stehen - gegen Gewalt jeglicher Art, zu der auch Böller und Raketen im Stadion gehören», kündigte der künftige Drittligist an.

© dpa
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