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BUND gegen Wiederaufbau der großen Zuchtanlage in Alt Tellin

Von der riesigen Schweinezuchtanlage in Alt Tellin blieb nach dem Brand 2021 kaum etwas übrig. Umwelt- und Tierschützer lehnen solche Großanlagen ab und wehren sich gegen einen Wiederaufbau.
Schweinezuchtanlage nach Großbrand
Aktivisten entrollen auf dem Gelände der Schweinezuchtanlage Alt Tellin ein Transparent. © Stefan Sauer/dpa

Drei Jahre nach dem folgenschweren Großbrand in der Schweinezuchtanlage in Alt Tellin (Vorpommern-Greifswald) mit rund 50.000 toten Tieren hat die Umweltschutzorganisation BUND die Befürchtung geäußert, dass dort erneut ein überdimensionierter Zuchtbetrieb errichtet werden könnte. Die Betreibergesellschaft LFD mit Sitz in Sachsen-Anhalt habe beim zuständigen Landwirtschaftsamt in Neubrandenburg eine Genehmigungsverlängerung beantragt. «Damit kommt das Unternehmen dem Auslaufen der Genehmigung drei Jahre nach dem Brand zuvor. Offenbar soll die Massentierhaltung an dem Ort fortgesetzt werden», sagte BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag. Nach ihren Angaben wäre nach drei Jahren ohne Betrieb die Genehmigung für die Stallanlage Ende März fristgemäß erloschen.

In einer Petition an den Landtag hätten mehr als 6000 Unterzeichner gefordert, die Genehmigung für die - so wörtlich - «Megastallanlage» Alt Tellin aufzuheben und für wirkungsvollen Brandschutz in allen Tierhaltungsanlagen des Landes zu sorgen. Cwielag erneuerte die Kritik des BUND, dass bisher keine Konsequenzen aus dem Versagen der fehlerhaften Brandschutzkonzepte gezogen worden seien.

«Ein Richtlinienentwurf der Landesregierung schlägt noch größere Brandbekämpfungsabschnitte vor und macht keine neuen Vorgaben zur Feuersicherheit der tragenden Bauteile für Stallbauten. Nach 30 Minuten kann der Stall nach wie vor einstürzen. Mit diesem Richtlinienentwurf stehen rentable Baukosten vor der Rettung der Tiere», beklagte Cwielag. Beim alten Stall, der am 30. März 2021 niederbrannte, hätten die Behörden großzügige Abweichungen von den Vorschriften der Landesbauordnung zugelassen und die Brandabschnitte 13-mal so groß genehmigt, wie es zulässig war. Deshalb hätten nur wenig mehr als 1000 Tiere gerettet werden können.

Die Brandursache konnte laut Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei geklärt werden, die Ermittlungen wurden eingestellt. Den Schaden hatten Ermittler auf 40 Millionen Euro geschätzt.

Nach Angaben Cwielags dokumentiert der neue Kurzfilm «Keine Tierfabriken mehr!» die Genehmigungsgeschichte der riesigen Sauenanlage, dort begangene Tierschutzverstöße und die Überforderung der Behörden bei der Kontrolle. Anlässlich des Jahrestags der Brandkatastrophe werde der Film am 03. April in Alt Tellin gezeigt und tags darauf in Neubrandenburg. Bereits von Samstag an sei er auch online auf dem YouTube-Kanal des BUND MV abrufbar.

© dpa
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