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Bei strömendem Regen: 61. Hessentag offiziell eröffnet

Ein Riesenrad, zahlreiche Bühnen, Informationsstände und Events: Der Hessentag in Fritzlar beginnt. Zehn Tage lang wird nun in der nordhessischen Dom- und Kaiserstadt gefeiert.
61. Hessentag in Fritzlar
Das Logo vom 61. Hessentag ist vor einem Riesenrad zu sehen. © Swen Pförtner/dpa

Pünktlich zum Auftakt goss es wie aus Kübeln. Bei einem kräftigen Regenguss hat Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) am Freitag in Fritzlar den 61. Hessentag offiziell eröffnet. «Der Hessentag macht dieses Bundesland stark», sagte der Regierungschef zum Beginn des ältesten Landesfestes Deutschlands. Er sei ein echtes Heimatfest und führe das Land und die Menschen zusammen. «Ein Hessentag dauert zehn Tage. Aber am Ende wirkt er zehn Jahre», so Rhein.

Bei dem Fest komme alles zusammen, was das Land ausmache. «Und das ist auch die Bundeswehr», betonte er. Die Bundeswehr gehöre in die Mitte der Gesellschaft. Sie ermögliche Frieden, Freiheit und Wohlstand gerade in einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen gerate.

Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat (CDU) sagte, es sei ein kleiner, aber feiner Hessentag der kurzen Wege. Er freue sich auf ein harmonisches und friedliches Fest.

Bis zum 2. Juni werden in der nordhessischen Kleinstadt südwestlich von Kassel Musiker, Comedians, Informationsangebote, Traditionsgruppen und Vereine zu sehen sein. Den Abschluss bildet ein großer Festumzug. Rund 1200 kleinere und größere Veranstaltungen sind während des zehntägigen Festes unter dem Motto «Eine Stadt voller Leben» geplant, von denen der Großteil kostenfrei ist. Die Veranstalter erwarten in der 15 000-Einwohner-Stadt insgesamt rund 500 000 Besucherinnen und Besucher.

Bereits am Vormittag eröffnete Staatsminister Ingmar Jung die Sonderschau «Der Natur auf der Spur» zum Start des Landesfestes. Dort erfahren die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über Klimaschutz, natürliche Lebensgrundlagen und heimische Produkte. Gleich am ersten Tag flanierten viele Menschen auf der drei Kilometer langen Hessentagsstraße quer durch die Dom- und Kaiserstadt, die sämtliche Veranstaltungsbereiche des Festes verbindet.

Die Veranstalter versprechen ein vielfältiges Programm aus Tradition und Fortschritt. Zahlreiche Vereine, Initiativen und Behörden informieren über ihre Arbeit. Das Land Hessen etwa gibt auf der Veranstaltungsfläche «Treffpunkt Hessen» einen Einblick in die politische Arbeit in Hessen. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie die Diakonie Hessen präsentieren in der Fritzlarer Stadtkirche eine «Erlebnis:Kirche» mit Tanzdarbietungen, Gottesdiensten, Segensangeboten, Kunst, Theater und Musik.

Zu den musikalischen und kulturellen Höhepunkten zählen Auftritte des Comedian Paul Panzer, der Popmusiker Stefanie Heinzmann und Michael Schulte, der Shanty-Rocker von Santiano sowie des Schlagersängers Matthias Reim. Auch der Singer-Songwriter Tim Bendzko, die Metal-Sängerin Doro Pesch und der Entertainer Mickie Krause werden auftreten. Das gesamte Programm können Besucher auf der Webseite des Hessentags und unterwegs per App aufrufen.

Fritzlar war vor genau 50 Jahren schon einmal Gastgeber des Festes. Den Hessentag gibt es seit 1961. Ins Leben gerufen wurde er vom damaligen Ministerpräsidenten Georg August Zinn (SPD), der das Gemeinschaftsgefühl in dem Bundesland mit seinen zahlreichen Vertriebenen und Neubürgern fördern wollte.

Regelmäßig gibt es Kritik an der Größe und den Kosten für den Hessentag - mehrere Gastgeberstädte fuhren in den vergangenen Jahren Defizite ein. Der Hessentag im vergangenen Jahr in Pfungstadt etwa hatte der südhessischen Stadt nach eigenen Angaben ein Minus von mehr als zehn Millionen Euro eingebracht.

Rhein wies die Kritik im Anschluss an die Eröffnung zurück. Über die Kosten des Hessentages werde immer wieder diskutiert. «Das ist ein bisschen wie das Ungeheuer von Loch Ness. Es taucht immer im Sommer auf und taucht dann auch wieder ab», so der Ministerpräsident. «Der Hessentag ist aus meiner Sicht exakt richtig, wenn er zehn Tage lang ist. Er wird auch nicht billiger, wenn wir ihn drei Tage lang machen wollen.» Es gebe einfach Fixkosten. Und die Leute kämen schließlich zu der Veranstaltung, um viele Angebote zu erleben.

Auch Fritzlar stellt die Finanzierung des zehntägigen Festes vor Probleme. Bereits im November vergangenen Jahres hatte die Stadt mitgeteilt, aus Kostengründen auf die größte Veranstaltungsstätte, die sogenannte Hessentags-Arena, zu verzichten, die rund 15.000 Besuchern bei großen Konzerten Platz bieten sollte. Die Stadt erwartet nach eigenen Angaben ein Defizit von rund 5,5 Millionen Euro.

Das Land stellt für das Fest 8,5 Millionen Euro zur Verfügung, von denen 2 Millionen Euro zum Defizitausgleich verwendet werden können. An Investitionen hat es nach eigenen Angaben fast 4 Millionen Euro verausgabt. Eine Forderung der Stadt Fritzlar nach mehr Geld für die Ausrichtung der Veranstaltung hatte die Landesregierung zunächst zurückgewiesen, kürzlich aber Gesprächsbereitschaft signalisiert. Das bekräftigte Rhein am Freitag. «Wenn es am Ende unausweichbare Kosten gibt, werden wir uns natürlich, wie immer, zusammensetzten und einen Weg gemeinsam finden.»

© dpa
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