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Tourismus in Hamburg hat Krise hinter sich

In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres kamen mehr Touristen nach Hamburg als im ganzen Jahr 2022. Entsprechend zuversichtlich ist Wirtschaftssenatorin Leonhard.
Segler auf der Elbe
Ein Segelboot ist auf der Elbe unterwegs. © Marcus Brandt/dpa

Hamburgs Tourismus ist nach den schwierigen Corona-Jahren fast wieder auf dem Vorkrisen-Niveau angelangt. Die offiziellen Jahreszahlen für 2023 will das Statistikamt Nord zwar erst am Mittwoch veröffentlichen. Doch schon die vorliegenden Werte von Januar bis November - sie liegen bereits über den Jahreszahlen von ganz 2022 - hält Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard für sehr ermutigend. «Man kann daraus ganz deutlich ablesen, dass Hamburg als Destination, als Besuchsort einen hohen Stellenwert hat», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Den Statistikern zufolge besuchten zwischen Januar und November rund 6,84 Millionen Touristen und Gäste die Hansestadt und buchten 14,74 Millionen Übernachtungen. Im gesamten Jahr 2022 waren es 6,82 Millionen Gäste und 14,71 Millionen Übernachtungen. Im bislang besten Tourismusjahr der jüngeren Geschichte - 2019 - kamen 7,62 Millionen Gäste, die 15,43 Millionen Übernachtungen buchten.

«Ich finde, man kann sehr, sehr zufrieden sein mit den Zahlen», sagte Leonhard. Sie zeigten, dass Hamburg mit anderen Zielen wie London mithalten könne. «Die Menschen kommen gerne nach Hamburg. Sie bleiben auch gerne länger, und sie nutzen die Angebote, manche sogar mehrmals.» Der Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH und Hamburg Tourismus GmbH, Michael Otremba, sagte, keine andere Stadt könne sich über so viel absoluten Zuwachs freuen.

Dass die Besucherzahlen im vergangenen Jahr in der Hauptreisezeit Juni, Juli, August und Oktober etwas unter den Werten von 2022 lagen, ist für Leonhard kein Problem. «Das ist für uns keine schlechte Nachricht, weil das zeigt, man kann Hamburg das ganze Jahr über besuchen. Das heißt, wir erleben nicht mehr eine so starke Konzentration in bestimmten Monaten, sondern es verteilt sich.»

Reisen sei Teil der Grundbedürfnisse geworden, sagte Otremba mit Blick auf die Marktforschung. «Deswegen sind wir auch zuversichtlich, dass das auch in diesem Jahr so weitergeht.» Entsprechend rechnet er bei den Übernachtungen 2024 mit einem Zuwachs von rund drei Prozent. Mit Sorge blicke er angesichts der zahlreichen Arbeitskämpfe jedoch auf die Zuverlässigkeit von Fluggesellschaften oder der Bahn sowie auf generell steigende Kosten. «Deswegen sind wir optimistisch, aber nicht supereuphorisch», sagte Otremba.

Im Fokus der Stadt liegen Gäste aus den Anrainerstaaten. «Klar wünschen wir uns wieder einen Direktflug auch in die USA», sagte Leonhard. Für Amerikaner und Kanadier sei die Hansestadt aber vor allem eine Spezialdestination. Beim klassischen Interkontinentaltourismus liege Berlin vorn. Auch China wäre interessant - allein wegen der vielen Menschen, sagte Otremba. «Aber wenn wir da beispielsweise mit 100 000 Euro in den Markt gehen, dann könnten wir auch ein Glas Wasser in die Elbe schütten. Das wird den Pegelstand nicht verändern.»

«Für uns geht es darum, Stärken zu stärken», sagte Leonhard. Was könne man etwa tun, um Hamburg für Familien attraktiv zu halten, «von denen wir wissen, die kommen wegen der Musicals, die kommen wegen der Kultur und Sportangebote, die kommen aber auch wegen der Kombination Hafen und Grün».

Otremba verwies auch auf den Strategiewechsel der vergangenen Jahre. «Unsere Maxime lautet: Eine Stadt, die attraktiv ist für Einheimische, ist es automatisch auch für Gäste.» Andersherum funktioniere dies nicht. «Auch wenn es sich für eine Tourismusorganisation erst einmal skurril anhört, unser Fokus ist nach innen gerichtet - auf die Hamburgerinnen und Hamburger.» Otremba verwies etwa auf das Open Mouth Festival, ein Festival Hamburger Restaurants für Hamburgerinnen und Hamburger, das sicher auch für Touristen spannend sein werde.

© dpa
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