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Schiffbauer von Fosen-Pleite in Norwegen nicht betroffen

Die Nachricht der norwegischen Schiffbaufirma dürfte die krisengebeutelten Werftarbeiter in Stralsund erschreckt haben. Kein Grund zur Sorge, sagt der Chef von Fosen Stralsund.
Fosen in Stralsund
Blick auf die Werfthalle der Volkswerft. © Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Das Schiffbauunternehmen Fosen Stralsund ist von der Insolvenz der norwegischen Fosen Yard AS nach eigenen Angaben nicht betroffen. Man operiere als eigenständiges Unternehmen und sei vom norwegischen Werftbetrieb unabhängig, sagte am Donnerstag Carsten Stellamanns, Geschäftsführer der Fosen Stralsund GmbH. Bei der in Norwegen betroffenen Gesellschaft handele es sich nicht um die Gruppe, sondern um einen für den Betrieb der dortigen Werft zuständiges Unternehmen. Ronald Eriksen Brevik, der die Insolvenz verwaltet, bestätigte dies der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten Medien berichtet.

Im gesamten vergangenen Jahr habe man in Stralsund kein Geld aus Norwegen benötigt oder erhalten, sagte Stellamanns. «Wir haben gestern zuerst unsere Mitarbeiter und dann auch unsere Kunden und die wesentlichen Zulieferer darüber informiert, dass alle Bescheid wissen, dass wir ganz normal weiterarbeiten».

Derzeit arbeiteten für das Unternehmen 50 Mitarbeiter in Stralsund. Nach der Insolvenz der Gruppe MV Werften hatte die Stadt Stralsund die dortige Werft übernommen und einen maritimen Gewerbepark entwickelt. Fosen gilt als wichtiger Pächter unter anderem der großen Schiffbauhalle. Hier restauriert Fosen derzeit die Traditionssegler «Gorch Fock 1» und «Greif».

Am Montag soll laut Stellamanns auch die Hochgeschwindigkeitsfähre «Skane Jet» zu ihrer jährlichen Wartung wieder zu Fosen kommen. Die Arbeiten an dem Katamaran waren vor einem Jahr der erste Auftrag für Fosen in Stralsund gewesen. Seitdem habe man auch Schiffssektionen für ein RoPax-Schiff gebaut und einer finnischen Werft zugeliefert. Im Rahmen dieses Auftrags seien auch alle Stahlbau-Maschinen wieder in Betrieb gegangen. «Das war ein sehr wichtiger Schritt für uns», sagte Stellamanns. Demnächst sollen in Stralsund nach seinen Angaben auch Hunderte Tonnen Stahl für einen für Puttgarden in Schleswig-Holstein gedachten Fähranleger verbaut werden. Der Stahl solle Ende Februar kommen. «Wir haben gut zu tun.» Perspektivisch wolle man weiterwachsen. «Wir wollen auch wieder ganze Schiffe bauen.»

Fosen hatte sich in der Vergangenheit auch in Niedersachsen engagiert. Die Fosen Yard Werft in Emden mit 75 Mitarbeitern hatte allerdings 2022 Insolvenz angemeldet.

© dpa
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