Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Lösung im Tarifkonflikt des Hamburger Groß- und Außenhandels

Nach mehr als einem Jahr Verhandlungen und Warnstreiks ist es vollbracht. Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf einen Tarifvertrag für den Hamburger Groß- und Außenhandel verständigt.
Gewerkschaft Verdi
Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo und eine rote Trillerpfeife. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Nach einem mehr als ein Jahr andauernden Tarifkonflikt haben sich die Gewerkschaft Verdi und der AGA Unternehmensverband auf Lohnerhöhungen für die rund 60.000 Beschäftigten im Hamburger Groß- und Außenhandel verständigt. Demnach erhalten die Beschäftigten jeweils rückwirkend zum 1. Oktober 2023 5,1 Prozent und zum 1. Mai dieses Jahres 5 Prozent mehr Geld, wie die Gewerkschaft und die Arbeitgeberseite am Montag mitteilten. Von Anfang Mai kommenden Jahres gebe es dann noch einmal ein Lohnplus von zwei Prozent sowie 480 Euro für die betriebliche Altersvorsorge. Die Vergütung für die Auszubildenden steige jedes Jahr um 60 Euro, heißt es in dem bis Ende April 2026 laufenden Tarifvertrag.

«Wir sind zufrieden, dass es nach diesen langwierigen und schwierigen Verhandlungen zu einem Ergebnis gekommen ist», sagte die Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp. Die Beschäftigten hätten zu Recht mit langem Atem für das Ergebnis gekämpft. Die Tarifverhandlungen hatten bereits im Mai vergangenen Jahres begonnen und waren von Warnstreiks begleitet. Bis zu einem Tarifergebnis brauchten Verdi und der AGA Unternehmensverband insgesamt sechs Verhandlungsrunden. Davon berührt sind rund 4500 Unternehmen in Hamburg.

«Mit diesem Tarifabschluss gehen wir an die absolute Grenze des Machbaren», sagte der ehrenamtliche Verhandlungsführer für den Unternehmensverband, Michael Fink. Dass erstmals eine Laufzeit von 36 Monaten vereinbart worden sei, sei ein Erfolg. Das schaffe Planungssicherheit. Der hauptamtliche AGA-Verhandlungsführer Volker Hepke sagte: «Der Weg mit über 100 Verhandlungsrunden im Bundesgebiet war mehr als steinig.» Die Tarifautonomie habe auch diesen heftigen Stresstest einigermaßen bestanden.

Der AGA geht davon aus, dass er und Verdi für die Tarifgebiete Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in den kommenden Wochen vergleichbare Ergebnisse erzielen werden. Hepke betonte aber auch: «Lohnsetzung ist nicht Staatsaufgabe.» Wenn der Mindestlohn politisch motiviert angehoben werde, «verlieren Tarifverträge auch unter dem Gesichtspunkt einer Grundsicherung ihren Zweck».

Nach Verdi-Angaben haben sich beide Seiten darüber hinaus auf die Schaffung einer neuen Entgeltstruktur, die Gestaltung der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz sowie eine Qualifizierungsoffensive für die Beschäftigten verständigt. Unter anderem gebe es auch Einigkeit bei der betrieblichen Alterssicherung der Beschäftigten, die um 480 Euro auf 636 Euro angehoben worden sei.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
US-Schauspielerin Doherty startet erneut Chemotherapie
People news
Star aus «90210»: US-Schauspielerin Shannen Doherty ist tot
Wimbledon 2024 - Prinzessin Kate
People news
Prinzessin Kate zeigt sich beim Tennisturnier in Wimbledon
Berlinale 2024
Tv & kino
Hoffnung bei Irans Filmemachern nach Präsidentenwahl
ChatGPT-Logo
Internet news & surftipps
Studie: Kreativität von KI-Textrobotern hat Grenzen
Elon Musk
Internet news & surftipps
Nach EU-Untersuchung: Elon Musks X droht hohe Geldstrafe
Galaxy A16 5G: Das ist bereits zum Einsteiger-Handy bekannt
Handy ratgeber & tests
Galaxy A16 5G: Das ist bereits zum Einsteiger-Handy bekannt
Euro 2024: Englands Harry Kane
Fußball news
Spanien gegen England: Die spannendsten Final-Duelle
Symbol der Justitia
Job & geld
Auch mit dem linken Arm: Hitlergruß ist immer strafbar