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Zunahme von Cyberangriffen: Sicherheitsbehörden besorgt

Cyberangriffe aus dem Ausland, Desinformationskampagnen - hybride Bedrohungen haben viele Gesichter. Sicherheitsbehörden sind in Sorge, auch weil KI ein zunehmendes Risiko für die Cybersicherheit ist.
Cybersicherheit
Eine Wissenschaftlerin eines Landeskriminalamts arbeitet an Computerbildschirmen. © Julian Stratenschulte/dpa

Sicherheitsbehörden zeigen sich angesichts des wachsenden Einflusses von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Cyberangriffe und Desinformationskampagnen besorgt. «KI kann noch mal einen Anstieg an Cyberkriminalität hervorrufen», sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes Holger Münch am Mittwoch bei einer Cybersicherheits-Konferenz am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. «ChatGPT gibt es auch auf der dunklen Seite der Macht.» 

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), bezeichnet die Bedrohungslage im Cyberraum als besorgniserregend. BSI-Präsidentin Claudia Plattner sagte, generative KI senke die Einstiegshürden für Cyberangriffe und erhöhe auch den Umfang und Geschwindigkeiten von Cyberattacken. Auch mit Blick auf bevorstehende Wahlen drohten Desinformationskampagnen, warnte der Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen. Die Sicherheitsbehörden müssten sich darauf einstellen, dass der Einsatz von KI wichtiger werde. 

Der Cybersicherheits-Experten vom HPI, Christian Dörr, sieht die Gefahr, dass KI wie ein «Brandbeschleuniger» eine Spaltung und Radikalisierung der Gesellschaft noch verstärken könne. Denn mittels Künstlicher Intelligenz und bestimmter Algorithmen in sozialen Medien könne die Meinungsbildung von Menschen gezielter als früher gesteuert werden. 

Verfassungsschutz: Bandbreite von Angriffen steigt

Sorgen macht dem deutschen Nachrichtendienst auch eine wachsende Gefahr durch Spionage-Aktivitäten, die auch von privaten Akteuren im Auftrag von Staaten ausgeführt werden. «Wir erleben eine Industrialisierung, eine Privatisierung der Spionage in einem hohen Ausmaß», sagte Verfassungsschützer Selen. Es seien unter anderem sogenannte patriotische Hacker unterwegs. Die operative Bandbreite und auch die Kreativität von Angriffen steige deutlich. 

Verfassungsschützer Selen sagte, er habe auch den Einruck, dass die Zeitenwende noch nicht überall angekommen sei, auch wenn das Bewusstsein für Cybergefahren etwa in großen Unternehmen gewachsen sei. Aber es seien gerade bei kritischer Infrastruktur noch zu viele Daten offen im Netz verfügbar. 

Vor allem seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine steigen Bedrohungen auch in Deutschland durch eine hybride Kriegsführung. Dazu gehören Cyberangriffe, aber auch Einflussnahmeversuche durch Desinformation und Fake-News. 

Ein Beispiel: Durch die sozialen Medien geisterten etwa gefälschte Zitate, in denen sich Stars angeblich zur Ukraine äußerten. Aber auch SPD und CDU waren in den Fokus russischer Cyberattacken geraten.

Sicherheitsbehörden haben auch Schutz der Landtagswahlen im Blick

Bei den bevorstehenden Landtagswahlen im Herbst im Osten wollen sich die Sicherheitsbehörden gegen Versuche der Einflussnahme durch Desinformationskampagnen rüsten. Es gebe dazu Arbeitsgruppen mehrerer Behörden, sagte BSI-Präsidentin Plattner. Störungen durch Falschinformationen müssten einkalkuliert werden, sagte Verfassungsschützer Selen. Es komme darauf an, dass die Sicherheitsbehörden vernetzt und schnell reagierten. «Dafür haben wir auch in Bezug auf die Landtagswahlen entsprechende Vorsorge getroffen», sagte Selen. 

© dpa
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