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Wasserrohrbruch - Straße überschwemmt, Haus evakuiert

Mit hohem Druck schießt Wasser unter einem Gehweg in Berlin aus einem geborstenen Rohr und unterspült die Umgebung. Ein großes Mietshaus könnte einsturzgefährdet sein und wird evakuiert.
Berliner Feuerwehr
Der Schriftzug «Berliner Feuerwehr» steht auf der Tür eines Feuerwehrfahrzeuges. © Soeren Stache/dpa/Symbolbild

Wegen eines großen Wasserrohrbruchs in Berlin-Neukölln mussten am Dienstag zahlreiche Menschen ihre Wohnungen verlassen. Mehrere Gebäude an der Ecke Sonnenallee und Braunschweiger Straße, wo das Rohr geborsten war, wurden am Dienstagmorgen geräumt, wie die Feuerwehr mitteilte. Das große Eckhaus mit einigen Wohnungen bleibt auch die nächsten Tage gesperrt, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass es einsturzgefährdet ist. Durch das Leck in dem Wasserrohr, das einen Durchmesser von 40 Zentimetern hat, und das mit hohem Druck austretende Wasser wurden Straße und Gehweg unterspült und überschwemmt.

Auch Keller in benachbarten Häusern liefen am Vormittag voll Wasser und wurden später leer gepumpt. Für viele weitere Menschen in der Umgebung der Schadenstelle wurden Wasser, Strom und Gas über Stunden abgestellt. Bis zu 50 Menschen wurden von der Feuerwehr aus ihren Wohnungen in dem betroffenen Eckhaus mit seinen Seitenflügeln und weiteren Eingängen geholt. Viele wurden betreut und versorgt, vor allem ältere und behinderte Menschen.

Die acht bis zehn Wohnungen direkt an der Straßenecke blieben geschlossen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Täglich solle ein Statiker das Haus kontrollieren, dann müsse man weiter entscheiden. «Zurzeit ist es zu unsicher.» Wie viele Menschen davon genau betroffen waren, stand noch nicht fest, wie es hieß. Es könnten aber deutlich mehr als ein Dutzend Bewohner sein.

Fotos der Wasserbetriebe auf der Plattform X zeigten, wie Wasser mit hohem Druck aus dem Boden an einer Hauswand neben einem Spätverkauf in die Höhe sprudelte. Die gesamte Straße stand dort einige Stunden lang 20 oder 30 Zentimeter tief unter Wasser, Feuerwehrleute stiefelten durch die braune Flüssigkeit. Die Feuerwehr war seit etwa 6.00 Uhr im Einsatz und hatte die Straße gesperrt.

Die Wasserbetriebe schrieben am Morgen im Internet: «Wir sind vor Ort und versuchen, den Schaden schnellstmöglich zu beheben. Bis es so weit ist, kann es im Umfeld zu Druckmangel kommen.» Bis mittags wurden der Wasserzufluss in das Rohr gestoppt, das entstandene Loch im Boden leer gepumpt und das kaputte Rohr abgedichtet. Die Feuerwehr postete ein Foto im Internet, das die Schadenstelle in einem ausgespülten Loch zeigte. Es sollte mit Sand aufgefüllt werden.

Im Laufe des Vormittags hieß es von den Wasserbetrieben: «Derzeit arbeiten wir daran, dass die Häuser in der Braunschweiger Str., die derzeit noch ohne Wasser sind, wieder welches bekommen.» Die Sonnenallee sollte stadtauswärts teilweise für den Verkehr gesperrt bleiben, um zu große Erschütterungen zu vermeiden.

© dpa
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