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Habeck: Kernfusion spannende Perspektive - braucht aber Zeit

Zum Abschluss einer Ländertour besucht Habeck den Kernfusionsreaktor in Garching. Er sieht Perspektiven - aber nicht für den laufenden Umbau des Energiesystems.
Länder-Tour Bundeswirtschaftsminister Habeck
Robert Habeck, Bundeswirtschaftsminister, besucht zum Abschluss seiner Länder-Tour den Kernfusionsreaktor Garching. © Peter Kneffel/dpa

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht Perspektiven bei der Kernfusions-Forschung - aber Deutschland noch viele Jahre entfernt von einer Nutzung zur Stromerzeugung. Der Grünen-Politiker sagte bei einem Besuch des Kernfusionsreaktors am Freitag in Garching bei München: «Man kann davon ausgehen, dass aus der Forschung auch mal eine Anwendung wird.» Diese Anwendung zu finanzieren sei aber teuer und es noch viel Zeit nötig, bis sie gebaut werde.

Habeck sprach von einer «super spannenden Perspektive». Forschung und Entwicklung sollten vorangebracht werden. Deutschland könne nun aber nicht aufhören mit dem Umbau des Energiesystems und dem Ausbau der erneuerbaren Energien in der Hoffnung darauf, in 20 Jahren und noch mehr Jahren eine Alternative zu haben. 

«Traum einer nahezu unerschöpflichen Energiequelle erscheint näher» 

Sibylle Günter, wissenschaftliche Direktorin des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, sagte, die Fusionsforschung habe in den vergangenen zwei Jahren sehr beachtliche Erfolge erzielt. «Das lässt uns den Traum einer nahezu unerschöpflichen Energiequelle sozusagen näher erscheinen.» Im Prinzip funktioniere dies. Nun komme es darauf an, dieses zu verfeinern, zu verbessern und die Effizienz zu steigern. Sie habe keine Begeisterung ausgelöst mit einem Satz, dass es noch 20 Jahre brauche und das Ganze 20 Milliarden koste. «Aber wir müssen ehrlich miteinander sein.» Das Rennen um ein erstes funktionierendes Fusionskraftwerk habe weltweit begonnen. «Ich denke, die Frage ist nicht mehr, ob es eins geben wird, sondern nur noch wann und wo.»

Der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU), sagte, die Landesregierung sei fest davon überzeugt, dass die Fusionstechnologie eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts sei. Die konkrete Vision bestehe daraus, CO2-freie Energie zu produzieren und die Energieherausforderungen der nächsten Generationen zu lösen.

Bei der Kernfusion werden Atomkerne nicht gespalten, sondern miteinander verschmolzen, wie es natürlich auf der Sonne geschieht. Im Falle eines Durchbruchs könnten Fusionskraftwerke CO2-frei Energie erzeugen.

Papier: Deutschland Jahrzehnte von Stromerzeugung in Fusionsreaktor entfernt

In einem Papier des Bundeswirtschaftsministeriums hieß es, die Fusionsforschung sei Ausdruck der «Technologieoffenheit» im Energiebereich mit der Perspektive einer klimafreundlichen Energieerzeugung in der Zukunft. Deutschland sei aber Jahrzehnte von der Stromerzeugung in einem Fusionsreaktor entfernt. Deshalb werde die Fusionsenergie keinen Beitrag zur Energiewende leisten. 

Habecks Besuch in Garching war die letzte Station einer dreitägigen Ländertour durch Sachsen, Thüringen und Bayern. 

© dpa
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